EPP im Gehäusebau

Schaum kontert Blech

Innovative Konstruktionsmethoden bedeuten immer auch das Nachdenken über völlig neue Werkstoffe und das Nutzen von deren Eigenschaften. Das ist besonders gut gelungen beim Ersatz von Blech durch geschäumte Bauteile.

Das Motto war „Klima- und Wärmerückgewinnungsgeräte effizienter machen“. Produktion und Betrieb dieser Geräte konnten laut Hersteller gleichermaßen optimiert werden: Formteile aus expandiertem Polypropylen, kurz EPP, bilden den Kern der Lösung. EPP findet als Chassis bereits vielfach Einsatz in modernen Geräten der Medizin-, Analyse-, Umwelt und Heizungstechnik sowie in mobilen Klimageräten. Die Freiheit der Formgebung, geringes Gewicht, hohe Stabilität und die gute Isolationswerte machen den Kunststoffschaum zu einem idealen Werkstoff für Gehäuse.

Polypropylen wird mit reinem Wasserdampf verarbeitet. Mit Hilfe von Schäumwerkzeugen entstehen auf diese Weise Formteile für unterschiedliche Anwendungen. In diesem Fall wird das traditionelle Blechgehäuse abgelöst. Das Designen von Luftkanälen im EPP ermöglicht einen sehr widerstandsarmen Luftstrom im Gehäuse. Die Geräuschentwicklung im Inneren des Gerätes sinkt deutlich und die Energiebilanz fällt ganz klar zugunsten der EPP-Lösung aus.

Das elastische Material erlaubt darüber hinaus auch die Befestigung aller üblichen Komponenten, wie Lüfter, Filter und Kabelbäume allein durch Stecken und ohne Befestigungsmaterial. Diese Methode, im Gerätebau schon vielfältig im Einsatz, führt auch in der Klimatechnik zu erheblichen Einsparungen bei der Montage. Und Sauberkeit ist hier kein Problem: Das Berliner Institut für Lufthygiene, ILH, erteilte dem Material die Unbedenklichkeit bezüglich der Hygienevorschriften, unerlässlich für den Einsatz in sensiblen Umgebungen.

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