Simulation in der Konstruktion

Virtual Dimension Center (VDC) Fellbach erweitert sein Netzwerk

Im Umfeld von Simulationssystemen ergeben sich ganz neue Tätigkeiten und Berufsbilder. Hier liegen ebenso Chancen für Einsteiger aus "klassischen" technischen Berufen, die die Branchenkompetenz mitbringen, wie für Quereinsteiger, die entsprechendes IT- oder Medien-Know-how aufweisen.

Verschiedene Simulationsstrategien und -systeme für ebenso unterschiedliche Branchen und Anwendungen vereint das Virtual Dimension Center (VDC) innerhalb seines Netzwerks. Das wurde nun deutlich ausgebaut: Neben den vier neuen Mitgliedern Optis, Reflekt, Z&M 3D-Welt und der Hochschule der Medien gewinnt das VDC mit Daimler und Kärcher zwei weltweit bekannte Unternehmen als Anwendungspartner. Zudem erweitern die Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg und der European Youth Award das Kompetenzzentrum.

Optis wurde 1989 in Frankreich gegründet und ist aktiv mit CAS-integrierten Licht- und Optik-Simulationslösungen. Hauptsitz und Entwicklungszentrum befindet sich in La Farlède (Frankreich). Niederlassungen bestehen in Deutschland, England, Italien, Japan, China und den USA. Das Produktportfolio umfasst Lösungen zur Licht- und Optiksimulation, Virtual-Reality und Realtime Rendering. Die Softwarelösungen werden in der Automobil-, Luftfahrzeug-, Elektronik-, Verteidigungs- und Lichtindustrie verwendet. Die Lichtsimulationssoftware kann laut Anbieter vollständig in Catia V5, Solidworks, Siemens NX und PTC Creo integriert werden. Die Software wird innerhalb der CAD Umgebung ausgeführt und ermöglicht somit bereits im frühen Entwicklungsstadium ein schnelle und photorealistisch korrekte Berechnung und Analyse. Die Integration ermöglicht Designer die optische Leistung zu optimieren und die Entwicklungszeit zu reduzieren und Prototypen einzusparen.

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Reflekt in München produziert anwendungsorientierte Augmented-Reality- und Visualisierungslösungen. Der Fokus liegt des Technologieunternehmens liegt auf Anwendungen für Automotive, Industrial Engineering und Real Estate. Zu den Kunden gehören beispielsweise Audi, Bosch, Cancom, Hochtief, Prosiebensat 1, Trumpf und Wittenstein. Das Unternehmen entwickelt Plattformen und Applikationen mit Augmented und Virtual Reality für Produktionsplanung, Service und Wartung, digitale Handbücher, sowie technische Dokumentation. Erweitert wird das Spektrum um digitale Lösungen für Marketing, Distribution und Messen. In enger Kooperation mit Experten und Universitäten betreiben die Münchner eigene Forschung und Entwicklung. Die Lösungen sollen die täglichen Arbeitsabläufe erleichtern sowie Planungs- und Produktionskosten reduzieren.

Die Z&M 3D-Welt, ursprünglich als Vermessungsabteilung gegründet, übernimmt ebenfalls Aufgaben bei der Visualisierung und Auswertung von Laserscanvermessungen. Mit den Technologien 3D-Laserscanning, Ingenieurvermessung und 3D-Visualisierung arbeitet das Unternehmen in Anwendungen wie Industrievermessung, Gebäudevermessung, Denkmalschutz, Facility Management, Windkraftanlagenplanung und Archäologie.

Die Hochschule der Medien ist eine staatliche Hochschule und bildet Spezialisten rund um die Medien aus. Sie bündelt das Know-how der ehemaligen Hochschule für Druck und Medien (HDM) - eine traditionelle Ausbildungsstätte für Druck- und Medientechnik - und der Hochschule für Bibliotheks- und Informationswesen (HBI). Die Hochschule deckt nach eigenen Angaben alle Medienbereiche ab - vom Druck bis zum Internet, von der Gestaltung bis zur Betriebswirtschaft, von der Bibliothekswissenschaft bis zur Werbung, von Inhalten für Medien bis zur Verpackungstechnik, von der Informatik über die Informationswissenschaft bis zum Verlagswesen und zu elektronischen Medien. Rund 4000 Studenten sind derzeit eingeschrieben. Gelehrt und geforscht wird unter anderem in den Bereichen interaktive Informationsvisualisierung, Interface-Systeme, Design-Methoden, interaktive Informationgraphiken und partizipative Design-Methoden.

Mit den Geschäftsfeldern Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Mercedes-Benz Vans, Daimler Buses und Daimler Financial Services gehört Daimler zu den größten Anbietern von Premium-Pkw und ist der größte weltweit aufgestellte Nutzfahrzeug-Hersteller. Daimler zählt zu den intensivsten industriellen VR-Nutzern und betreibt zahlreiche VR-Anlagen an verschiedenen Standorten für die Bereiche Pkw, Van und Lkw.

Alfred Kärcher sieht sich Weltmarktführer für Reinigungstechnik. Das weltweit operierende Familienunternehmen mit Hauptsitz in Winnenden stellt Reinigungsgeräte sowie komplette Reinigungssysteme her. In Winnenden wird ein VR-Center betrieben, das Maschinen des Herstellers visualisiert. Anwendungsschwerpunkte liegen in Design Reviews, wobei auch Strömungs- und Baubarkeitsanalysen durchgeführt wurden.

Innerhalb des VDC-Netzwerks engagieren sich Daimler und Kärcher heute bereits im Technologieforum VR-Center-Management, in dem sich VR-Anwender verschiedener Industriebranchen zum Fachdialog treffen.

Als neue Assoziierte bereichern die Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg und der European Youth Award das Netzwerk des VDC. Beim European Youth Award handelt es sich um einen europaweiten Wettbewerb für junge Menschen, die soziale und ökologische Herausforderungen mit Hilfe digitaler Technologien in Angriff nehmen. Die Leichtbau BW unterstützt als Landesunternehmen den Technologie- und Wissenstransfer im Leichtbau. Als Assoziierter profitiert die Landesagentur von den Kompetenzen des VDC und seiner Mitglieder in der Bauteil- und Prozesssimulation. Im Gegenzug steht es Unternehmen aus der Informations- und Kommunikationstechnik zu allen Fragen des Leichtbaus zur Seite.

Profil VDC Fellbach
Das Virtual Dimension Center (VDC) ist ein Kompetenznetzwerk für Virtuelles Engineering. Technologielieferanten, Dienstleister, Anwender, Forschungseinrichtungen und Multiplikatoren arbeiten im VDC-Netzwerk entlang der gesamten Wertschöpfungskette Virtuelles Engineering in den Themen 3D-Simulation, 3D-Visualisierung, Product Lifecycle Management und Virtuelle Realität zusammen. Die Mitglieder des VDC setzen auf eine höhere Innovationstätigkeit und Produktivität durch Informationsvorsprung und Kostenvorteile.

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