Verpackungen, Gesamtprogramm

Informationen im Fluss

ERP-System macht die Folienproduktion transparent
Das Werk Steinfeld verlassen jährlich nahezu 50.000 Tonnen Kunststoffverpackungen aller Art.
Eine unternehmensweit alle betrieblichen Prozesse abbildende ERP-Software hat der Verpackungshersteller Nordfolien eingeführt. Heute kann man an den beiden Standorten entscheidungsrelevante Kennzahlen per Knopfdruck aus dem vollständig integrierten System generieren.

Industrieverpackungen sind das Metier der Nordfolien mit Sitz in Steinfeld in Oldenburg. Das Unternehmen ist seit mehr als 40 Jahren am Markt. Namhafte, internationale Hersteller von Markenartikeln verschiedener Branchen gehören zu den Kunden des Unternehmens, die sich innovative, ganzheitliche und maßgeschneiderte Verpackungslösungen aus einer Hand entwickeln lassen. Zum Fertigungsportfolio gehören unter anderem Produkte wie Schrumpf-, Liner- und Streckfolien, Ventil- und Seitenfaltensäcke oder auch Wertstoffsäcke. Viele Verpackungen, die bei Nordfolien entwickelt wurden, gehören heute zum Industriestandard.

Auf der Suche nach einer zeitgemäßen Lösung, die sämtliche Anforderungen des Unternehmens nach einem leistungsfähigen, durchgängigen Gesamtsystem mit modernen Technologien abdecken kann, war man mit Genesis 4 Web fündig geworden. Die Ansprüche waren durchaus hoch: Immerhin war die bis dato eingesetzte ERP-Lösung Eboclassic über 15 Jahre erfolgreich im Einsatz und auf die branchen- und unternehmensspezifischen Bedürfnisse der Organisation stark angepasst.

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Gut vorbereitet in den Einführungsprozess

Im ersten Schritt wurden die Geschäftsabläufe des Unternehmens visualisiert sowie die mit der Migration anfallenden Aufgaben dokumentiert. Eine besondere Herausforderung lag in der Identifikation und Abbildung der unternehmensspezifischen Anpassungen in der neuen Software. Zudem sollte mit deren Einführung die IT-Landschaft um eine Reihe von über Schnittstellen angebundenen Applikationen und Insellösungen bereinigt bzw. verschlankt werden. So wurden die Vertriebsprozesse einheitlich gestaltet und nun stehen sowohl Vertriebsinnendienst und <nonbreaking-hyphen>außendienst die gleichen Informationen zur Verfügung. Das vermeidet die zeit- und fehleranfällige doppelte Datenpflege.

„Die neue Lösung sollte zum einen den Leistungsumfang der bislang eingesetzten Lösung mitbringen und zudem die zusätzlich genutzten Anwendungen wie etwa für das Customer Relationship Management (CRM) ablösen“, erklärt Peter Poganatz, Leiter Arbeitsvorbereitung und Projektleiter des Einführungsprojektes, die Entscheidung. In den folgenden Projektphasen wurden deshalb die vorab definierten Anforderungen an die Software wie Prozess- und Branchenspezifikationen umgesetzt und darüber hinaus zusätzliche, individuelle Funktionalitäten integriert. Auch das Konvertieren, Übertragen und Einspielen der Daten aus dem Altsystem sei reibungslos verlaufen.
Bei der anschließenden Schulung wurden laut Anwender schnell die Vorteile der neuen browserbasierten Oberfläche deutlich. So ist die gesamte Applikation mit einem Browser wie dem Internet Explorer zu bedienen. Sämtliche Schulungsteilnehmer hätten sich aufgrund der intuitiven Bedienerführung beim Umgang mit der neuen Software schnell zurechtgefunden. „Jetzt sind wir in der Lage, unsere betrieblichen Kennzahlen schnell und einfach zu generieren und sie auch graphisch aufbereiten zu lassen“, zeigt sich der für den Nordfolien-Standort Steinfeld verantwortliche Geschäftsführer Martin Boller zufrieden.

Zwei Standorte und Speditionen integriert

Neben dem Standort Steinfeld mussten auch das Werk in Polen sowie mehrere Speditionen an das System angebunden werden. Dank der verwendeten Web-Technologien verlief die Systemanbindung zügig und reibungslos. Weltweit greifen inzwischen über 150 User auf das neue ERP-System von Demand Software zu.

Auch die Außendienstmitarbeiter sind direkt über DSL-Leitungen mit dem System verbunden oder arbeiten per Mobilfunk beim Kunden vor Ort mit der Software – ein weiterer Vorteil der integrierten Webfähigkeit. So fand die Genesis 4 Web-Einführung zeitgleich in Steinfeld und Zdzieszowice, Polen, statt. Durch die neu einführte Intercompany-Abwicklung brauchen Aufträge und Stammdaten nur einmal ins System eingegeben werden und stehen beiden Mandanten für die weitere Abwicklung zur Verfügung. „Die Intercompany-Abwicklung ist für uns ein entscheidender Vorteil, da wir in der Verwaltung über eine relativ kleine Personalbesetzung verfügen. So müssen Stammdaten und Aufträge nicht doppelt eingegeben werden“, erklärt Jürgen Sterzenbach, Geschäftsführer der Nordfolien Polska.

Seit der Einführung in 2007 wurde zudem eine automatische Verpackungsstraße errichtet und an die zentrale Software angebunden, was auf Grund der Offenheit der Systemarchitektur ebenfalls ohne Probleme möglich war. Neben den derzeitigen Modulen wird das System künftig um ein integriertes Qualitätsmanagementsystem und eine Zollabwicklung erweitert. Nordfolien nutzt das System im Miet-Modell SaaS (Software as a Service) der Nordenia International Services GmbH.

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