Software für den besseren Werkzeugeinsatz

Leistung und Qualität beim Spanen erhöhen

Hohe Leistungen in der Zerspanung erfordern das reibungslose Zusammenspiel mehrerer Komponenten, wie CAM-System, Werkzeugmaschine und Werkzeug. Spezielle Bearbeitungsstrategien der spanenden Fertigung können helfen.

Trochoidale Werkzeugbahnen sorgen für einen schnellen Materialabtrag. © Open Mind

Um die Leistungsfähigkeit moderner Bearbeitungszentren und ihrer Werkzeuge auszuschöpfen, sind, je nach zu bearbeitenden Teilen, spezielle Bearbeitungsstrategien hilfreich. Die soll die Software Maxx Machining, Modul des CAD-CAM-pakets Hypermill bieten. Zudem seien die Bearbeitungsmethoden besonders werkzeugschonend.

Beim Schruppen bietet das Paket leistungsstarke 2D, 3D und 5-achs-High-Performance-Cutting-Strategien (HPC). Entlang trochoidaler Werkzeugbahnen wird im Gleichlauf gearbeitet, Vollschnitte und abrupte Richtungswechsel werden vermieden – das macht die Bearbeitung werkzeugschonend. Es werden keine teuren Spezial- oder Sonderwerkzeuge benötigt. Mit handelsüblichen Schaft-, Radius- und Wendeplattenfräsern erreicht man laut Anbieter hohe Spanvolumina bei langen Standzeiten. In der Anwendung des 5-achs-helikalen Bohrens können auch nicht über Mitte schneidende Fräser zum Öffnen großer Kavitäten ohne Vorbohren dienen. Auch harte Werkstoffe wie Edelstähle, Titan oder Bauteile aus Nickelbasislegierungen seien dank dieser Methode mit Standardwerkzeugen schnell und effektiv bearbeitbar.

5-achs-tangentiales Ebenenschlichten mit konischen Tonnenfräsern. © Open Mind

Immer mehr Werkzeughersteller nehmen Parabel- oder Kreissegmentfräser in ihr Portfolio auf. Das 5-achs-tangentiale Ebenschlichten mit konischem Tonnenfräser soll die perfekte Anwendung des leistungsfähigen Werkzeugs bieten. Gegenüber konventionellen Verfahren könne der Einsatz konischer Tonnenfräser mit dieser Strategie bis 90 Prozent Bearbeitungszeit einsparen – weil die großen Krümmungsradien der Fräser bei gleicher Oberflächenqualität größere Bahnabstände erlauben.

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Softwareanbieter Open Mind hat angekündigt, dass das System in der kommenden Version 2019.1 nach Schruppen, Bohren und Schlichten auch Drehen unterstützt. Die Bearbeitung geschieht dabei in Zick-Zack-Bewegungen mit höheren Vorschubwerten als bei konventionellen Methoden. Eine bessere Schnittaufteilung in engen Bereichen sorgt für längere Werkzeugstandzeiten. Eine weitere Verbesserung wird das 3D-optimierte Schruppen sein. HPC-Schruppen kann dann in Verbindung mit dem Restmaterialschruppen in einer Strategie genutzt werden. In der 5-achs-Tangentialbearbeitung ist eine neue Eckenverrundung geplant. Die Funktion soll eine einfache Programmierung von Radien an Flächenbegrenzungen gewährleisten. Optimierte Verschleifzyklen sorgen dabei für nahtlose Übergänge und hohe Oberflächengüten.

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