Großformatige Bauteile möglich

ABS- und PLA-Filamente für den 3D-Druck

Ein erweitertes Programm eng tolerierter Filamente soll den 3D-Druck anspruchsvoller Bauteile vereinfachen. Auch für Lebensmittelkontakt und Spielzeug eignen sich die Materialien.

In verschiedenen Farben und Durchmessern werden die ABS- und PLA-Filamente ab Lager geliefert. (Bild: Gehr)

Zur Messe Rapidtech (14. bis 16. Juni in Erfurt) will das Unternehmen Gehr neue Filamente unter der Marke Fil-A-Gehr für den professionellen 3D-Druck vorstellen. Die emissions- und geruchsarmen Materialien mit Toleranzen von ±0,05 Millimeter werden in Mannheim produziert und sind laut Unternehmen kompatibel mit allen gängigen 3D-Druckern. Geliefert werden die Varianten ABS und PLA in vielen Farben ab Lager mit 1,75 oder 2,85 Millimeter Durchmesser – jeweils auf 1 Kilogramm- oder 2,3 Kilogramm-Spulen.

Fil-A-Gehr ABS bietet mechanische Eigenschaften wie hohe Festigkeit und Schlagzähigkeit bei sehr guter Schichtenhaftung und günstigem Fließverhalten während des Drucks. Weiterhin sind sie laut Datenblatt wärmeformbeständig bis etwa 100 °C und sie erfüllen die Spielzeugnorm EN71-3. Der ABS-Rohstoff weist neben der Spielzeug- auch die Lebensmittelkontaktzulassung auf. 3D-Bauteile aus diesem Werkstoff können einfach nach- und oberflächenbehandelt werden und sind besonders geeignet für die Produktion von kleinen und mittelgroßen Objekten, funktionellen Prototypen oder Bauteilen sowie wärmeformbeständige Artikel.

Die neue Variante Fil-A-Gehr PLA wird aus Ingeo von Natureworks hergestellt und zeichnet sich durch hohe Formstabilität, sehr gute Schichtenhaftung, gutes Fließverhalten während des Drucks sowie hohe Steifigkeit bzw. einen hohen E-Modul aus. Langzeittests hätten gezeigt, dass keine Versprödung auf der Rolle stattfindet. Der PLA-Rohstoff ist für den Kontakt mit Lebensmitteln und für Spielzeug zugelassen. Dank niedriger Dehnung und geringem Schrumpf eignet sich das Material für den Druck von Präzisionsteilen sowie sehr große und dimensionsstabile Objekte, beispielsweise Gussformen. Geringer Energieverbrauch und niedrige Düsentemperaturen während des Druckvorgangs seien weitere Vorteile dieses Werkstoffs. Außerdem ist kein beheiztes Druckbett erforderlich.

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