Biocolen

Leuchtende Lösungen - Masterbatches für besondere Anforderungen

Gute Ideen zu haben ist die eine Seite, sie praxisgerecht für den industriellen Einsatz aufzubereiten, eine andere. Zwei interessante Masterbatch-Lösungen kommen aus Thüringen.
Zeigen Ihr „Wahres Gesicht“ bei Nacht: Nachleuchtende Kunststoffe können intensiv wirkende Produkte bewirken.

Bei der Entwicklung eines neuen Produktes sind neben den mechanischen Eigenschaften die Oberflächenanmutung, eine gute Haptik, aber besonders die Optik entscheidend für deren Markterfolg. Besonders interessante Effekte erzielen Masterbatches für brillant nachleuchtende Farbtöne. Die haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen, sie boome in der kunststoffverarbeitenden Industrie erklärt Masterbatch-Hersteller Grafe. Solche Masterbatches seien in verschieden leuchtenden Farbtönen und allen gängigen Thermoplasten herstellbar. Individuell nach Kundenwunsch könne die Nachleuchtdauer sowie Leuchtintensität eingestellt werden.

Das Erzeugnis findet ein großes Anwendungsspektrum und reicht von der Mode- und Werbemittelbranche über die Spielzeugindustrie bis zur Sicherheitsausrüstung. Speziell in Notsituationen besonders in Verbindung mit Stromausfällen kann eine schnelle Orientierung und das gezielte Auffinden von Notausgängen Leben retten. Ausgesprochen pfiffige Lösungen wie ein Teppich mit eingewebten Leuchtfasern, die mit bloßem Auge im Tageslicht nicht erkennbar sind, sondern nur in der Dunkelheit zum Vorschein kommen, ermöglichen neue Produkte.

Die nachleuchtenden Masterbatches sind schon seit mehreren Jahren bekannt, gewinnen aber durch den Einsatz in technischen Werkstoffen an Bedeutung. Herkömmliche Produkte konnten laut Grafe mit einem nachleuchtenden grüngelben Farbton ausgestattet werden. Mit den neuen Masterbatches können jetzt Produkte in einer Vielzahl von Farbtönen glänzen.

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Als leuchten Lösung im übertragenen Sinn, nämlich als innovativer Schritt, kann der Einsatz von Lebensmittel-Farbstoffen in biobasierten Kunststoffen bezeichnet werden.

Lebensmittelfarbe trifft Biokunststoff

In einer Kooperation zwischen Grafe und der Sensient Imaging Technologies GmbH wurde das Produkt mit Namen Biocolen realisiert. Kunststoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe in Verbindung mit Lebensmittelfarbstoffen eröffnen neue Wege zu einem geschlossenen Verwertungskreislauf.

Mit den Silika verkapselten Farbstoffen (SEC) wurde eine technische Möglichkeit der Verkapselung natürlicher Lebensmittelfarbstoffe gefunden, die eine Migration in Formulierungen stark einschränkt. Silikat wurde gewählt, da dieses Material in Lebensmitteln vorkommt und für Lebensmittelanwendungen zugelassen ist. Die Silikat-Matrix – die umhüllende Schutzschicht der Farbstoffe – reduziert den oxidierenden Einfluss von Sauerstoff auf die Farbstoffmoleküle.

Damit wird laut Hersteller die Stabilität der Farbstoffe gegenüber Lösungsmitteln, Wasser, nicht-pH-neuutralen Stoffen und Umwelteinflüssen verbessert und eine geringe Migration der Farbstoffe aus der Matrix bewirkt. Verwendet wird ein breites Spektrum natürlicher und synthetischer Lebensmittel-Farbstoffen. Die Einfärbung sei in verschiedenen Polymeren getestet worden und dabei mehrere Farbkombinationen wie Braun, Grün, Orange, Gelb, Rot und Violett entstanden.

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