Werkstoffe für das Rotationsgießen

Mikrogranulate auf der Fakuma

Seit Januar 2015 gehört die HD-Kunststoffe GmbH zur Grafe-Gruppe. Nach Erweiterung des Produktportfolios steht das Unternehmen nun auch mit einem einheitlichen Corporate Design neben der Grafe Advanced Polymers. Zur Fakuma in Friedrichshafen stellt sich der Hersteller von Mikrogranulat für Rotationsformen erstmalig auf dem Grafe-Messestand vor und präsentiert die ersten Ergebnisse der Zusammenarbeit beider Firmen.

Mit neuem Design tritt HD Kunststoffe mit der Grafe Gruppe zur Fakuma an. (Bild: HD Kunststoffe)

Das sind vor allem Rohstoffe für das Rotationsgießen und hier die Mikrogranulate. Produziert wird per Direkt-Extrusion mit 500 Mikrometer durchschnittlicher Korngröße in Schwarz, aber auch in allen Farben erhältlich ist. Es wird als Alternativmaterial zum herkömmlich eingesetzten gemahlenen PE-Pulver eingesetzt. Neuhinzugekommen ist die Bereitstellung kundenspezifischer Farbeinstellungen für das Rotationsgießen auch in kleineren Mengen sowie neuartige funktionelle Compounds als Mikrogranulat, beispielsweise halogenfrei flammgeschützte, elektrisch leitfähige und permanent antistatische Compounds. Nun lassen sich auch Compounds produzieren, die mittels Mahlwerkzeug entweder zu nicht zufriedenstellender Korngröße führen, oder Bestandteile des Werkstoffs wie Effektpigmente oder funktionellen Füllstoffe wie Leitruß beschädigen. Zudem sorge das Mikrogranulat, bedingt durch die reduzierte Materialbrückenbildung, für eine bessere Füllung von Werkzeugen mit anspruchsvollen Geometrien.

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Im Vergleich zum gemahlenen PE-Pulver entsteht beim Mikrogranulat kein Staub. Das minimiert elektrostatische Aufladungen und die Gefahr von Explosionen bei der Verarbeitung. Das Mikrogranulat kann mittels Saugvorrichtungen befördert werden und zu einer schnelleren Befüllung des Werkzeugs vor allem bei großvolumigen und schweren Teilen beitragen.

Mit der Neuentwicklung von Mikrogranulat auf Basis von Polypropylen steht eine prozessoptimierte Alternative zu den herkömmlich genutzten Materialien. Bisher wurden hauptsächlich gemahlenes Pulver aus PP-Homopolymeren oder PP-Typen aus der vergleichsweise teuren Pulververmahlung unter Kältebedingungen (Cryogene Mahlwerkzeuge) verwendet. Die Extrusion von Mikrogranulat ermögliche nun die Verwendung von High-Performance PP-Copolymeren für das Rotationsformen, die höhere Steifigkeit und bessere thermische, chemische und physikalische Beständigkeit als LLDPE/mMDPE aufweisen sollen. Dank geringerer Dichte von Polypropylen im Vergleich zum Polyethylen seien bis zu 30 Prozent Gewichtseinsparung am Bauteil erzielbar. Auf Grund der höheren Steifigkeit von PP seien Teile mit reduzierter Wanddicke, bei Erhaltung der mechanischen Eigenschaften möglich. Darüber hinaus zeichne das PP-Mikrogranulat-Compound eine höhere Kerbschlagzähigkeit auch Temperaturen unter Null Grad Celsius sowie ein höher liegender Erweichungs- und Verformungspunkt als Polyethylen auf. Oberflächen aus PP lassen sich nachhaltig sehr gut lackieren, was bei rotierten PE-Teilen eher aufwändig ist.

Die Anwendung von Mikrogranulat als Alternative zum PE-Pulver für das Rotationsgießen, unabhängig davon, ob es sich um PE-, oder PP-Mikrogranulat handelt, kommt bei Kunden zum Einsatz, die anspruchsvolle und optisch einwandfreie Teile herstellen wollen. Des Weiteren findet sich eine Anwendung von Mikrogranulat bei Teilen, die nicht nur optisch und farblich eine exzellente Anmutung aufweisen, sondern auch bei solchen Teilen, bei denen die mechanische, chemische oder physikalische Performance des Endproduktes über ihre gesamte Lebensdauer gewährleistet werden muss.

Fakuma 2015, Halle B5, Stand 5306

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