Hochleistungskunststoffe im Flugzeugbau

Airbus zertifiziert PEEK-Produkte

Drei Ketaspire Polyetheretherketon Typen (PEEK) hat Airbus qualifiziert - das hat Solvay anlässlich der Aircraft Interiors Expo (AIE) in Hamburg bekanntgegeben.

Kunststoffe sind für Konstrukteure in der Luft- und Raumfahrtindustrie eines der Mittel der Wahl, um die Gewichte zu senken, Designs zu verbessern, die Leistung zu steigern - und nicht zuletzt um die Kosten zu senken. Die drei Werkstofftypen, die laut Anbieter die Airbus Internal Method Specification erfüllen, sind ein reines PEEK, sowie zwei Varianten mit 30 Prozent Glasfaser und mit 30 Prozent Carbonfaser.

Die Werkstoffe sind besonders chemikalienbeständig bei hoher Festigkeit, Steifigkeit und Ermüdungsbeständigkeit, geringer Feuchtigkeitsaufnahme und Dauergebrauchs-Temperaturen bis 240 °C. Glas- und carbonfaserverstärkte Typen bieten ein breites Spektrum an Leistungsoptionen für anspruchsvolle Anwendungen. Die Spritzgießmaterialien sind laut Hersteller von Natur aus flammwidrig, bieten auch hinsichtlich Rauchdichte und Toxizität gute Brandschutzeigenschaften und halten auch besonders aggressiven Flüssigkeiten in der Luftfahrt stand. Einsetzen lassen sie sich beispielsweise in Anwendungen wie elektrischen Anschlüssen und mechanischen Verbindungselementen, Wärme- und Schalldämmungen, Deckfolien, Steckverbindern und einer Reihe von Kleinteilen, die sonst aus Metall hergestellt werden.

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Erst kürzlich hat Solvay ein thermoformbaren Polyphenylsulfon (PPSU) Schaum zur Herstellung von Isolier- und Strukturbauteilen für Flugzeugausstattungen eingeführt. Im Vergleich zu anderen Schäumen biete das Material bessere Chemikalienbeständigkeit und lasse sich gegenüber anderen Kernmaterialien einfacher und kostengünstiger zu Bauteilen verarbeiten.

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