Kunststoffe für die Medizintechnik

Mobile Dosiergeräte aus Hightech-Kunststoffen

Immer mehr Menschen träumen davon, auch im Alter noch lange Zeit in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können. Bei bestimmten Krankheiten sind jedoch längere Klinikaufenthalte oder häufige Arztbesuche erforderlich, etwa wenn Medikamente regelmäßig und kontrolliert eingenommen werden müssen. Das schränkt die Mobilität und Lebensfreude ein. Die Lösung können kleine, mobile Geräte, die der Patient am Körper oder in der Kleidung trägt, sein. Bayer Materialscience unterstützt die Entwicklung solcher ambulanter Therapiesysteme mit viel Know-how und speziellen Kunststoffen auf Basis von Polycarbonat.

Das transparente Gehäusematerial lässt die einfache Kontrolle der Inhaltsmenge zu und es erfüllt die Forderungen der Medizintechnik.

Angekündigt wurde, zur K 2013 unter anderem eine kleine mechanische Injektionspumpe vorzustellen, die bequem in die Brusttasche passt. Patienten können sich damit selbständig Medikamente mit hoher Dosiergenauigkeit verabreichen. Dies erhalte die Mobilität und gebe Sicherheit. Die rein mechanisch angetriebene Injektionspumpe ist noch nicht zugelassen, sie diene aber als ein gutes Beispiel dafür, welche Möglichkeiten die mobile Arzneimittelversorgung bietet.

Um die kompakte Konstruktion der Pumpe zu verwirklichen, wurden hohe Anforderungen an die Werkstoffe gestellt. Außerdem mussten sie zulassungsfähig sein für diesen medizinischen Einsatz. Alle Gehäusebauteile bestehen aus dem Polycarbonat Makrolon Rx. Dank der Transparenz des Materials könne der Patient sehr einfach den Füllstand des Medikaments kontrollieren.

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Im Alltagsleben muss die Pumpe häufig Stöße überstehen. Dank hoher Schlagzähigkeit und Festigkeit erweise sich Polycarbonat auch in dieser Hinsicht als Material der Wahl. Außerdem kann der Werkstoff mit energiereicher Strahlung sterilisiert werden und er ist beständig gegen ein breites Spektrum von Arzneimitteln.

Ebenfalls angekündigt als Exponat zur K ist ein Insulin-Pen aus dem Polycarbonat-Blend Bayblend M850XF. Dieses kleine Gerät von der Größe und dem Aussehen eines Kugelschreibers erleichtert das Leben von Menschen, die an der Zivilisationskrankheit Diabetes leiden. Einfach und bequem können sie sich damit das Medikament in der gewünschten Dosierung selbst verabreichen. Der Kunststoff eignet sich laut Anbeter besonders gut zum Spritzgießen dünnwandiger Teile, wie sie hier zum Einsatz kommen.

In diesem Umfeld gelten teilweise andere Seilregen als in anderen Branchen. Hier komme es noch mehr auf die Zuverlässigkeit des Werkstofflieferanten an. Teilweise exklusive Entwicklungs-Kooperationen und die langjährige Zusammenarbeit schaffe Vertrauen. Dazu gehöre auch die Rücksichtnahme auf die besonderen Bedürfnisse dieser Branche. In erster Linie sind hier die Liefersicherheit der Produkte und deren langfristige Verfügbarkeit in unveränderter Rezeptur zu nennen. Alle von dem Unternehmen für die Medizintechnik angebotenen Materialien erfüllen laut Unternehmen die Biokompatibilitäts-Anforderungen der Normen USP Class VI und der ISO 10993-1 und sind für den Kontakt mit Körperflüssigkeiten zugelassen.

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