Kunststoffe in der Medizin

Thermoplaste gleiten besser

Ein neues, biokompatibles Additiv soll die Gleiteigenschaften medizinischen Kunststoffkomponenten verbessern. Die mechanischen und chemischen Charakteristika des Grundmaterials sollen dabei erhalten bleiben.

Gleitoptimierte Komponenten wie diese Katheterschläuche bieten der Medizintechnik großes Potenzial. © Raumedic

Der neue Werkstoff kann laut Raumedic beispielsweise thermoplastischen Elastomeren, Polyamiden, Polystyrolen und Polyolefinen beigemischt werden. Bei diesen Materialkombinationen verringere sich der Reibungskoeffizient erheblich, bessere Gleiteigenschaften seien die Folge. Dass der Hilfsstoff auf Parameter wie Dimensionsstabilität, Fließrate und Zugfestigkeit keine signifikanten Auswirkungen habe, hätten Vergleichsprüfungen von Extrudaten mit und ohne Gleit-Additiv gezeigt.

Auch röntgendichte Einstellungen und kundenspezifische Farbausführungen sollen mit dem Werkstoff möglich sein. Besondere für Katheterprodukte sieht das Unternehmen Verbesserungspotenzial, da sie sich dank der geringeren Gleitreibung leichter in den Körper einführen lassen. Außerdem können vorhandene Führungsdrähte einfacher gezogen werden.

Dank der neuen Materialkombination könnten beispielsweise auch Spritzensysteme optimiert werden. Das Additiv eignet sich für alle Anwendungen, bei denen Kunststoff auf Kunststoff gut gleiten muss. Demzufolge bieten Regionalanästhesie, Medikamentenapplikation und minimalinvasive Chirurgie mögliche Anwendungsfelder.
Die neue Materialkombination verspricht zudem Kostenvorteile. Thermoplastisches PTFE ist vergleichsweise teuer. Das neue Compound könnte eine kostengünstigere Alternative sein.

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