Hochleistungskunststoffe

Polyamide für die Extrusion

Eine Reihe von speziell für die Extrusion optimierter Polyamide soll einen breiten Leistungs- und Eigenschaftsbereich – und damit eine Fülle von Anwendungen abdecken.

Unter anderem Lebensmittelkontakt ist mit speziellen PA-Werkstoffen für die Extrusion möglich. (Bild;: Radicigroup)

Unter der Marke Radilon bietet Radicigroup Materialien mit erhöhter Temperaturbeständigkeit und verstärkte Materialien für die Metallsubstitution sowie langkettige Polyamide auf der Basis von PA6.10 aus zum Teil erneuerbaren Quellen und PA6.12 an. Auch die Copolymere PA6.10/6.6 sind zum Teil biobasiert. Diese Polyamide zeichnen sich laut Anbieter durch besondere chemisch-physikalische Merkmale, die an die Endanforderungen angepasst werden können.

Das PA6.12 wird wegen seiner Flexibilität, der elastischen Rückstellvermögen und der chemischen Beständigkeit beispielsweise für Filamente an Zahnbürsten oder Mascara-Bürsten verwendet. Bei entsprechender Compoundeinstellung eignet sich dieses Polyamid auch für Herstellung von Leitungen für schwierige Medien wie Benzinschläuche, Rohre für den Öl- und Gassektor und die Luftförderung. Hier spielt neben der chemisch-mechanischen Beständigkeit auch die Transparenz im Vergleich zu traditionellen Polyamiden (PA6 und PA66) eine Rolle.

Das PA6.10 wird typischerweise zur Herstellung von Monofilamente für industrielle Anwendungen benutzt. Dank seiner besonderen chemischen Beständigkeit und den elastischen Rückstellvermögen haben sie auch eine bessere Haltbarkeit. Sie können aber vor allem wegen ihrer eigensicheren Explosionsbeständigkeit auch für Leitungen mit brennbaren Medien genutzt werden.

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Die Copolymere 6.10/6.6 sind besonders für die Herstellung von lebensmitteltauglichen Verpackungen und Folien geeignet, bei denen Transparenz, Thermoformbarkeit und sehr gute Barriereeigenschaften gegenüber Wasserdampf gefordert sind. Dank der Technologie der Radicigroup wurde mit diesem Polymer ein metalldetektierbares Material hergestellt, das für die Herstellung von Bürsten zur Reinigung von Geräten im Lebensmittelsektor benutzt wird. Die besondere Formulierung ermöglicht die Feststellung von Plastikrückständen, die nach der Reinigung auf den Gegenständen zurückbleiben können, welche mit den Lebensmitteln in Berührung kommen.

In der Extrusion werden Polyamide11 und 12 eingesetzt, um gute chemische Beständigkeit, bestimmte mechanische Kennwerte, Teiltransparenz oder geringe Feuchtigkeitsaufnahme zu erreichen. Kostengünstiger soll das mit Materialen auf der Basis von LCPA möglich sein, die zudem einen höheren Schmelzpunkt bieten.

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