Polypropylen Proteus

Sterilisierbares PP für die Medizintechnik

Sterilisierbares PP für die Medizintechnik

Kostensenkungen in medizintechnischen Anwendungen verspricht der Einsatz entsprechend angepassten Polypropylens, das auch die verschiedenen Sterilisationsmethoden dauerhaft „verträgt“.

Regelmäßigen Dampf- und Autoklav-Sterilisationszyklen sollen medizintechnische Teile aus dem hitzestabilisierten Polypropylen Proteus LSG HS PP widerstehen. Ermöglicht wird dies laut Hersteller durch die Wärmeformbeständigkeitstemperatur (HDT) von über 149 Grad Celsius bei 4,55 bar. Das Material sei in hohem Maße gegen Reiniger, Desinfektionsmittel und verschiedene Lösungsmittel beständig, wodurch es sich besonders für Produkte wie das abgebildete OP-Tray, Behälter und Instrumententeile eignet, die in verschiedenen medizinischen Anwendungen eingesetzt werden. Solche Teile lassen sich auf Grund ihrer Komplexität und der Notwendigkeit eines hochviskosen Kunststoffs nur selten spritzgießen. Das Material biete mit seinem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis interessante Anwendungen in der Medizin- und Life Science-Branche, zumal der Nachweis der Biokompatibilität sowie entsprechende Kontrollen als Voraussetzungen für die Qualifizierung nachhaltiger Materialien gegeben seien.

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Geliefert wird das Material in Plattenform, der Fertigungsprozess umfasst einen proprietären Wärmebehandlungsprozess. Dieser sorge für eine höhere HDT, verbesserte Verarbeitbarkeit und gute Formbeständigkeit. In Anwendungen, in denen geringere Temperaturbeständigkeit, aber hohe Beständigkeit gegen wiederholte Sterilisationszyklen gefordert ist, eignet sich das Material als kostengünstige Alternative zu Polyphenylensulfon (PPSU). Die Platten sind weiß oder schwarz und in Dicken von 25,4, 38,1 oder 50,8 Millimeter angeboten. Standardgröße ist 600 × 1200 Millimeter. Alternativ werden auch Fertigteile angeboten.

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