High-tech-Werkstoffe

Meinolf Droege,

Schmierungsfreie Lager mit extra Sonnenschutz

Zwei neue Werkstoffe wurden speziell für Gehäuselager in einachsigen Solartrackern entwickelt. Besonders 2P (two-in-portrait) Trackerapplikationen, in denen die Lager direktem Sonnenlicht über Stunden ausgesetzt sind, stellen hohe Anforderungen. Im Praxistest haben die Werkstoffe laut Anbieter bis zu dreimal höhere UV-Beständigkeit aufgewiesen, als Standardwerkstoffe.

Die neuen Werkstoffe für Gehäuselager sollen besonders UV-beständig sein und sich so für den Einsatz in bifazialen Solarmodulen eignen. © Igus

Immer mehr Betreiber setzen auf bifaziale Solarmodule, die das einfallende Licht nicht nur über die Vorderseite, sondern auch über die Rückseite einfangen können. Damit die Module auf Vierkantrohren sicher gelagert sind, bietet Igus mit seinen Igubal Stehlagern eine Lösung seit mehr als sechs Jahren eine Lösung an. Bisher wurden die Lager meist vor allem hinter dem Modul verbaut und waren daher nur teilweise der Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Um die Auslastung der Solarparks zu erhöhen, setzen Betreiber immer mehr auf zwei bifaziale Module, die übereinander ausgelegt sind, auch bekannt als 2P-Konfiguration. Die Module sind hier auf Abstand angeordnet, dazwischen befinden sich die Gehäuselager, die nun stärker der UV-Strahlung ausgesetzt sind. Speziell für diesen Einsatz wurden mit Solarmid und Iglidur P UV zwei neue Tribo-Polymere für das Gehäuse und die Kalotte entwickelt. Die Werkstoffe sind, so Igus, schmiermittel- und wartungsfrei, schmutz- und staubresistent, womit sie sich optimal für den Einsatz in der Solarindustrie eignen. Zudem enthalten sie einen extra UV-Schutz.

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In einem Test nach ASTM-G154 habe sich gezeigt, dass sich nach 2000 Stunden unter extremer UV-Bestrahlung die Biegeeigenschaften der neuen Werkstoffe nur um 5 Prozent veränderten. Im Vergleich dazu veränderten sich die bisher in der Solarindustrie eingesetzten Materialien um 14 Prozent. Der Test habe gezeigt, dass es gelungen ist, neue Materialien für die Solarindustrie zu entwickeln, die die Solartracker zuverlässiger und langlebiger machen. Damit werden beispielsweise unerwünschte Wartungsarbeiten deutlich reduziert.

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