Sichere Lebensmittel und Getränkeverpackungen

Organoleptisch geprüfte Masterbatch

Die Verpackung von Getränken und Lebensmitteln mit empfindlichen Inhalten wie Mineralwasser, gehört zu den anspruchsvollen Aufgaben der Verpackungsindustrie. Für solche Anwendungen ausgelegte und geprüfte Masterbatches sollen hier Sicherheit bringen.

Migrationen unerwünschter Substanzen sicher vermeiden ist ein Ziel der Hersteller von Lebensmittelverpackungen. (Bild: Gabriel-Chemie)

Die Verpackung soll den Endkonsumenten nicht nur optisch ansprechen, funktionell sein und eine optimale Haltbarkeit ermöglichen, sondern auch die sensorische Qualität des verpackten Inhaltes bewahren. Eine durch die Verpackung hervorgerufene geschmackliche Beeinträchtigung erkennt der Verbraucher meist schnell und kann zu Beschwerden bis hin zu Produktrückrufen und Schädigung der Markenreputation führen. Im Falle einer Beeinträchtigung ist die Ursachenforschung aufgrund der komplexen Prozesskette und der vielen unterschiedlichen Einflussfaktoren schwierig.

Eine Schlüsselfunktion nehmen die eingesetzten Masterbatches ein, die den Kunststoffen in der Verpackung Farbe und Funktionen verleihen. Das von Gabriel-Chemie entwickelte System Pure soll eine bislang einzigartige Zusatzleistung bieten, das den Masterbatch-Anwendern völlige Transparenz über Physiologie der Ingredienzen bietet. Somit können Verarbeiter, Markenartikelhersteller und Konsumenten darauf vertrauen, dass die Produkte zuverlässig und unbedenklich sind. Das Risiko für geschmackliche und gesundheitliche Beeinträchtigungen werde auf ein Minimum reduziert. Pure beruht laut Unternehmen auf zwei – in der Branche als Standard anerkannten – Prüfmethoden für die Eingangs- und Ausgangsprüfung von Produkten. Je nach Kundenwunsch sind unterschiedliche Prüf- und Analyseergebnisse in entsprechenden Dokumenten ausweisbar.

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Die EU-Verordnung 10/2011 behandelt Materialien und Gegenstände aus Kunststoff, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen. Stoffe, die bei der Herstellung von Materialien und Gegenständen aus Kunststoff verwendet werden, können Verunreinigungen enthalten. Mit Hilfe der Gaschromatographie sei Gabriel-Chemie in der Lage, sämtliche Rohstoffe auf das Vorhandensein von flüchtigen, organoleptisch relevanten NIAS (Non-Intentionally Added Substance) zu prüfen. Im Chromatogramm auffällige Konzentrationen von nicht zugelassenen Substanzen werden in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut IVV mit der Massenspektrometrie analysiert. Sollte die auffällige Substanz für die Risikobewertung relevant sein, wird ermittelt, über welchen Rohstoff die Substanz eingebracht wurde und es werden alternative Rohstoffe geprüft. Erst wenn sämtliche Konzentrationen unterhalb der substanzspezifischen, organoleptisch relevanten Konzentration liegen, wird ein Zertifikat, dem eine ausführliche Bewertung beiliegt, ausgestellt.

Bei der organoleptischen Beurteilung – dem zweiten Modul von Pure – dienen die Sinnesorgane des Menschen als Messinstrument. Nachdem sämtliche Rohstoffe die NIAS-Prüfung bestanden haben, werden im Testlabor unter kundennahen Bedingungen Spritzgussteile für die weitere organoleptische Beurteilung produziert. Ein eigens ausgebildetes Sensorik-Panel untersucht und bewertet diese Spritzgussteile in einem aufwändigen, mehrstündigen Organoleptik Prüfprozess. In ausgewählten Referenzflüssigkeiten – wie stilles Wasser einer standardisierten Marke – werden die Proben gelagert und Geschmacksabweichungen zur Blindprobe bewertet. Als Ergebnis erhalten die Verarbeiter ein detailliertes Prüfprotokoll und -profil, in dem die organoleptische Unbedenklichkeit der Produkte dokumentiert ist. Aufgrund der professionellen sensorischen Ausbildung und des laufenden Trainings sowie der Größe des Panels handele es sich dabei um eine im Markt anerkannte, aussagekräftige Bewertung.

SML – Specific Migration Limits

Die EU-Verordnung 10/2011 verpflichtet Hersteller von Lebensmittelkontaktmaterialien zur Überprüfung der Menge in Lebensmittel abgegebener Inhaltsstoffe. Für viele dieser Substanzen müssen spezifische Migrationsgrenzwerte (SML) eingehalten werden. Ziel ist es, die Anzahl von Substanzen mit SML in den Produkten möglichst gering zu halten, dennoch lässt sich ihre Verwendung nicht immer vermeiden. Um einen groben Überblick über die zu erwartenden Mengen zu schaffen, arbeitet Gabriel-Chemie in Zusammenarbeit mit Lieferanten eine Abschätzung der Konzentrationen von SML-regulierten Additiven in den Produkten. Die Konzentrationsangabe geht über die gesetzliche Verpflichtung hinaus und erleichtert die Auswertung.

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