Noryl GTX

Kunststoffe für bessere Karosserieanwendungen

Exaktere Spaltmaße und direktes Lackieren möglich
Kosten und Qualität – beide Aspekte der Fertigung von Karosserieteilen soll ein neuer Werkstoff unter einen Hut bringen der durch Temperaturstabilität und mechanische Werte überzeugt.

Zwar steigen die Kunststoffpreise, aber auch die Kosten für Stähle haben einen ungebremsten Drang nach oben. Zudem setzen die Autobauer weiter auf Leichtbau und neue Designs. Beides lässt sich mit Kunststoffen häufig leichter realisieren als mit Metallen. Eine neue Generation leitfähiger PPO/PA-Blends soll die Lücke zwischen kleineren Funktionsbauteilen und großflächigen Karosseriekomponenten schließen. Gegenüber den bestehenden Typen, hat das neue, unter dem Namen Noryl GTX vermarktete Werkstoff laut Anbieter einen um 25 Prozent niedrigeren Wärmeausdehnungskoeffizienten. Das ermöglicht eine präzisere Kontrolle der Spaltmaße für Karosserieaußenteile. Die Investition von hochleistungsfähiger Materialtechnologie bietet den Automobilzulieferern innovative Lösungen. Gleichzeitig trägt sie zur Reduzierung des Fahrzeuggesamtgewichts bei.

Das leitfähige Material verbessert die Dimensionsstabilität für einen dauerhaft exakten Sitz der Teile bei erhöhten Außentemperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung. Die reduzierte Wärmeausdehnung in Verbindung mit dem Erhalt guter Schlagzähigkeit und Steifigkeit ermöglicht deutlich größere vertikale Karosserieanbauteile, wie Kotflügel und Heckklappen, bei denen signifikante Gewichtseinsparungen möglich sind.
Die Reduzierung des Wärmeausdehnungskoeffizienten durch Einsatz von Mineralfüllstoffen führt typischerweise zu verringerter Schlagzähigkeit des Polymers. Mit einer geschützten Technologie ist es den Entwicklern nach eigenen Aussagen gelungen, die Wärmeausdehnung bei nahezu unveränderter Schlagzähigkeit und Steifigkeit um 25 Prozent auf 7 × 10-5 zu reduzieren. Ohne die Leistungsfähigkeit des Karosseriebauteils zu beeinträchtigen, trägt die geringere Wärmeausdehnung des Materials zu einer verbesserten Dimensionsstabilität bei hohen Temperaturen bei.

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Online-Lackierung reduziert Fertigungskosten

Im Gegensatz zu nicht-leitfähigen Werkstofftypen, die entweder eine Offline-Lackierung oder einen leitfähigen Primer erfordern, wurde das neue Material gezielt für die elektrostatische Online-Lackierung entwickelt und liefert eine „Class-A“-Oberfläche. Seine Leitfähigkeit erhöht den wirksamen Lacktransfer und das Deckvermögen. Dabei eignet es sich zur elektrophoretischen Tauchlackierung mit Einbrenntemperaturen von 200 bis 210 Grad Celsius. So soll der Einsatz der Neuentwicklung Automobilherstellern und Zulieferern Zeit und Kosten sparen. Dies stellt ein hohes Innovationsniveau unter der Einhaltung hoher Qualitätsstandards sicher.

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