TPO-Masterbatch

TPO-Masterbatch mit hohem Talkumanteil

Hochgefüllte PP-Bauteile sind nicht zwingend weniger robust als ungefüllte – wie meistens im Leben kommt es auf die Mischung an.

Unter dem Namen Inspire At-Press TPO wurde ein neues System für TPO-Harze (Thermoplastische Olefinelastomere) entwickelt, das den Spritzguss von Automobil-Komponenten kostengünstiger, schneller und flexibler machen soll. Die ersten kommerziellen Anwendungen des patentierten Verfahrens sind die vordere und hintere Stoßfängerverkleidung des Dacia Duster SUV.

Um die Anforderungen an Robustheit und Schlagfestigkeit der Bauteile erfüllen zu können, wurde ein Masterbatch mit 70 Prozent Talkum entwickelt, mit dem der Zulieferer selbst die gewünschte Mischung bestimmen kann. Der Spritzgießprozess verlängert sich laut Batchanbieter nicht und die Verarbeitungseigenschaften bleiben demnach ebenfalls konstant. Selbst bei höheren Talkumgehalten, die die Steifigkeit des Materials steigern, bleibe die hohe Schlagfestigkeit erhalten. Für Anwendungen wie die Stoßfängerproduktion eine sicher nicht zu unterschätzende Eigenschaft.

Für Komponentenhersteller hat das Masterbatch den Vorteil, je nach Dosierung individuelle Anforderungen und Vorgaben unterschiedlicher Automobilhersteller berücksichtigen zu können. Verschiedene Talkumanteile, die einen Einfluss auf die Produkteigenschaften oder das Schrumpfungsverhalten der Komponenten haben, sind auf diese Weise möglich. Auch im Hinblick darauf, ob die Teile lackiert werden oder nicht, kann der Talkumgehalt mit Hilfe des Masterbatches dosiert werden. Insgesamt spare die Methode zudem Energie, da der Zwischenschritt der Compound-Herstellung entfällt. Zudem werde die Wertschöpfungskette werde insgesamt effizienter und Transportkosten entfallen auf diese Weise.

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