Ultramid für WIT

Die Adern des Automobils – WIT in der Serie

Hoch automatisiert und mit geringem Ausschuss produziert Teklas im WIT-Verfahren medienführende Leitungen für den Fahrzeugbau aus einem speziellen PA-Werkstoff in Serie.

Der türkische Automobilzulieferer Teklas hat die Wasser-Injektionstechnologie (WIT) für den Spritzguss von Kunststoffen, mit der die Herstellung hohler Bauteile möglich ist, intensiv weiterentwickelt. Er fertigt seit kurzer Zeit medienführende Leitungen für die automobile Großserie aus dem Polyamid 66 des Typs Ultramid A3HG6 WIT der BASF.

Diese glasfaserverstärkte, speziell für die WIT entwickelte Werkstoffvariante soll zu guten Innen- und Außenoberflächen führen und die hier geforderte hohe Chemikalienbeständigkeit bieten. Die neuartigen Rohre, die Teklas nach eigenen Angaben derzeit für fast alle großen europäischen Fahrzeughersteller entwickelt, ermöglichen die individuelle Führung von Kühlwasser, Luft und Öl im Motorraum.

Zu den zentralen Anforderungen an medienführende Rohre im Motorraum gehört neben der Beständigkeit gegenüber den transportierten Medien vor allem ein geringer Druckverlust. Dafür müssen die Innenoberflächen besonders glatt sein. Für wirtschaftliche Bauteile ist eine gleichmäßige und möglichst geringe Wanddicke nötig. Neben der Zahl der Fahrzeugtypen wächst auch die Bauraumbeschränkung im Motorraum immer stärker, sodass hohe Designfreiheit und Flexibilität im Herstellungsprozess gefragt und sehr individuelle, integrierte Lösungen gefordert sind. Mit Hilfe neuer Technologie für den Spritzguss sei Teklas in der Lage eine Vielzahl von Rohrformen und -kombinationen mit unterschiedlicher Wanddicke und hoher Komplexität herzustellen. Der Einsatz von Kunststoffrohren anstelle schwererer Metallrohre führe nicht nur zur Gewichtsreduktion des Fahrzeugs, auch die teuren Anlagen zur Metallbearbeitung entfallen.

Anzeige

Bei der Weiterverarbeitung der Rohre setzt Teklas, die in Bulgarien produziert, auf hohe Automatisierung: Die zahlreichen Nachbearbeitungsschritte, die bei der Fertigung der Rohre nötig sind, wie Schneiden und Schleifen, Einarbeiten von Metallösen oder von Elastomer-(TPE)-Dichtungen, übernehmen Roboter. Dadurch erziele das Unternehmen eine geringe Ausschussrate. Teklas ist mit diesem innovativen WIT-Verfahren und der hohen Bandbreite an Fertigungsoptionen zurzeit sehr erfolgreich, liefert und entwickelt eine Vielzahl verschiedener Rohre. Eine Ausweitung der Kapazitäten sei bereits in Planung.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Zulieferungen Fahrzeugbau

Kunststoff gegen Guss

Injektionstechniken für multifunktionales Bauteil kombiniertMit einer Kombination der Verfahren Wasserinjektionstechnik, Gasinjektionstechnik mit vorgelegter Gasblase sowie verschiedenen Fügetechnologien und Montageprozessen ist es gelungen,...

mehr...
Anzeige

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Kunststoff Magazin Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite