Victrex ST

Unter hohem Druck: Isolierende Schraubverbinder in Hochdruckgefäßen

Isolierende Schraubverbinder in Hochdruckgefäßen
Konnektor – sieht fast aus wie Metall, besteht aber aus Hochleistungskunststoff, der unter anspruchsvollen Bedingungen Dienst tut.
Verbesserte Haltbarkeit, Zuverlässigkeit und somit die Lebensdauer von Schraubverbindern soll ein verbesserter Werkstoff bringen, den ein Unternehmen in Hochdruckgefäßen einsetzt. Das zuvor verwendete Anschlussstück aus PTFE wies vorzeitig Mängel auf, die zu Ausfallzeiten und teuren Wartungsarbeiten führten.

Das Unternehmen Escontrol aus Brasilien ist spezialisiert auf die Herstellung elektronischer Instrumente und Steuerungseinheiten, die in der Medizin- und Lebensmitteltechnik, der Petrochemie und anderen Industriezweigen eingesetzt werden. Diese Steuerungseinheiten bestehen aus verschiedenen Bauteilen, auch Schraubverbindern; und sie sind wichtig für die reibungslose fluide Energieerzeugung und -übertragung. In ihrer Funktion sind sie einer Kombination aus hohen Drücken und hohen Temperaturen ausgesetzt. Die früheren Bauteile aus PTFE hielten diesen Einflüssen nicht lange stand und zeigten eine starke Störanfälligkeit. Kriechströme traten auf, die zu Kurzschlüssen führen konnten.

Auf der Suche nach einem Material mit geringem Ausfallrisiko testete Escontrol verschiedene Polymere. „Wir haben Polyimide und thermoplastische Polyimide (TPI) getestet. Allerdings weisen die Bauteile aus diesen Materialien eine sehr kurze Lebensdauer auf, da sie unzureichend hydrolysebeständig sind“, gab Jaime Denicol, Technischer Direktor bei Escontrol, an. Schließlich seien Versuche mit Victrex ST gefahren worden, die zu einer Lebensdauer der Bauteile von mehr als drei Jahren geführt hätten.

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Längere Lebensdauer für Konnektoren

Die Schraubverbindungen sind Temperaturen von über 200 °C und Drücken über 70 bar ausgesetzt. Daraus ergibt sich ein spezifisches Anforderungsprofil für den Werkstoff: elektrische und thermische Isolation, Beständigkeit gegen Hydrolyse und aggressive Chemikalien sowie hohe Temperaturen, geringstmögliches Quellen des Materials, Dimensionsstabilität und mechanische Festigkeit.

Beim Auftrag zur Optimierung der Konstruktion hinsichtlich der Werkstofffrage, sei die nun realisierte Lösung gewählt worden, weil „Als Escontrol uns beauftragte, das Bauteil aus dem bestmöglichen Material herzustellen, fokussierten wir uns aufgrund seines Leistungsprofils auf VICTREX ST. Es besitzt eine überzeugende Kombination von notwendigen Hochleistungseigenschaften“, führt Ana Paula Celiberto, High Performance Shapes Managerin beim Verarbeiter Ensinger, aus und fügt hinzu: „Das Bauteil aus VICTREX ST bietet den Endkunden Funktionalität, längere Lebensdauer, geringen Wartungsaufwand und somit Sicherheit bei einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.“

Auch Denicol sieht die Zuverlässigkeit des Produkts als hohen Kundennutzen. „Die Beschwerden über Ausfälle haben sich reduziert, seitdem die Anschlüsse aus VICTREX ST im Einsatz sind.“ Das frühere Modul mit PTFE war durchschnittlich nur ein paar Monate im Einsatz.

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