Werkstoffe auf der Fakuma 2012

Werkstoffe mit Überraschungseffekten

Neue funktionale und optische Eigenschaften nutzen
Nur wenn alle Komponenten wie Polymer und Masterbatch UL-zugelassen sind – das gilt auch für Fabmasterbatches – wird das Prüfsiegel für ein Fertigteil vergeben
Sichere Werkstoffe, aber auch solche, die für Produkte mit Überraschungseffekt gut sind, schließen sich nicht aus. Beides soll während der Fakuma an einem Stand zu erleben sein.

Besonders bei elektronischen Produkten ist die Einstufung der Brennbarkeit von Kunststoffen ein wichtiges Sicherheitskriterium. Einen Fokus der Präsentation zur Fakuma setzt Clariant deshalb auf Farbmasterbatches, die nach dem Sicherheitsstandard UL registriert sind.

Beim Einsatz brandgehemmter Polymere wird häufig nicht bedacht, dass es durch die Einfärbung zu einem veränderten Brandverhalten kommt. Daher setzt UL bereits bei der Auswahl aller Komponenten an: Nur wenn alle Komponenten wie Polymer oder Masterbatch UL-zugelassen sind, wird das Prüfsiegel für ein Fertigteil vergeben. UL-zugelassene Masterbatches unterliegen demnach dem Prüfprozedere von UL, um sicherstellen zu können, dass die geforderten Brandklassen eingehalten werden.

Clariant bietet UL-Farbmasterbatches als individuell ausgearbeitete Farbkonzentrate für gängige Polymere an. Das Portfolio ist in der UL-Liste aus über 20 UL-zertifizierten Produktionsstandorten weltweit zusammengefasst. Die umfasst nach Hersteller-Angaben inzwischen eine hohe Zahl von Masterbatch-Polymer-Kombinationen für verschiedene Brandklassen.

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Am gleichen Stand gezeigt werden sollen Masterbatches und Compounds mit nicht-alltäglichen optischen und funktionalen Effekten. Der kreative Einsatz solcher Effekte kann Konsumenten überraschen und vom Produkt überzeugen. Unter den Markennamen Remafin, Renol und Cesa werden Werkstoffe mit solchen Effekten angeboten:

Leuchtende Beispiele

Fluoreszierende Farben leuchten durch Anregung des UV-Anteils im Tageslicht mit hoher Brillianz. Besonders intensiv ist der Effekt bei schlechtem Wetter oder in der Dämmerung. Fluoreszenzfarben sind in fast allen gängigen Polymeren mit Einsatz eines Masterbatches umsetzbar. Die Farbrange ist variabel einstellbar für Gelb-, Orange-, Rot-, Violett-, und Grün-Nuancen. Gezeigt werden soll am Beispiel Playmobil, wie solche Tageslichtfarben durch Anregung mit UV-Licht im Dunkeln fluoreszieren.

Phosphoreszierende Substanzen leuchten nach Bestrahlung mit sichtbarem oder UV-Licht nach. Der Effekt ist als Compound in fast allen gängigen Polymeren in den Farben Gelb, Blau und Violett umsetzbar. Demonstriert wird das an Platten aus Cesa-Lux-Compounds. Diese liefern trotz kurzzeitiger Beleuchtung ein langes und intensives Nachleuchten.

Photoaktive Effekte, der reversible Farbwechsel durch Licht, ist dank photochromatischer Farbmittel möglich. Diese im Ausgangszustand farblos bis grauen, transparent bis trüben Farben verändern ihre Struktur unter UV- oder Tageslicht und werden als kräftige Farbe sichtbar. Der Farbwechsel ist verblüffend und beliebig oft wiederholbar. Die Produkte können im Indoorbereich eine Basisfarbe aufweisen oder farblos wirken. Sobald nach außen gelangen, wechselt – wie durch ein Wunder – die Farbe. Photoaktive Farbwechsel sind in TPE, EVA, PE, PP, POM umsetzbar. Clariant zeigt mit Einsatz künstlicher Lichtquellen einige Beispiele, die den Umschlag von „Innen nach Außen“, bzw. „mit und ohne Sonneneinstrahlung“ imitieren.

Neues für die Medizintechnik

Nicht auf optische Effekte, wie die bisher beschriebenen Lösungen, sondern rein funktional wirkt ein neuer Werkstoff für medizinische Anwendungen. Das Additiv zur permanent-antistatischen Ausrüstung von Werkstoffen entsprechend ISO 10993/USP23 Part 87 88 Class VI (biologisch unbedenkliche Materialien) soll antimikrobiell wirkende Additive vor allem in medizinischen Anwendungen ersetzen, die besonders geringe Oberfllächenreibung erfordern.

Das erübrigt spezielle, separate Oberflächenbehandlungen. Die gute Fließfähigkeit der Masterbatches erleichtert das Spritzgießen auch bei den typischen dünnwandigen Bauteilen, verringert die Zykluszeiten und ermöglicht die Gamma-Sterilisation.

Auf den Ersatz herkömmlicher Glasverpackungen in der Medizintechnik, auf mehr Designfreiheit und den Einsatz neuer, lebendiger Farben zielt das Cyclic Olefin Copolymer (COC) von Clariant. Es wird beispielsweise in den Werkstoffen der Topas-Reihe von Topas Advanced Polymers eingesetzt. Die COC-Produktlinie erweitert die nach ISO- und USP-Normen freigegebenen Farben von Clariant auf Spezialmaterialien, wie Polyether-Blockamide (PEBA), ebenso wie auf gängige PE- und PP-Anwendungen.


Fakuma, Halle B2, Stand 2217

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