Arburg-Rückblick zur Fakuma 2023

Annina Schopen,

Den Nerv der Zeit getroffen

Arburg zeigte auf der Fakuma 2023 in Friedrichshafen insgesamt 20 Exponate mit demFokus auf Energie, Effizienz, Fachkräftemangel und Digitalisierung, was den Nerv der Zeit getroffen und bei vielen Besucher:innen großes Interesse hervorgerufen habe.

Arburg Solution World: Rund um eine vier Meter hohe interaktive LED-Säue ließen sich viele Fachbesucher:innen beraten, wie sie Energie sparen, die Effizienz steigern, den Fachkräftemangel kompensieren und zukunftsfähig bleiben können. © Arburg

„Die Fakuma war für uns wieder einmal eine wichtige Plattform, um mit Kunden und Interessenten intensiv ins Gespräch zu kommen und eindrucksvoll zu zeigen, dass wir weit mehr als ‚nur‘ ein Premium-Maschinenhersteller sind“, resümiert Juliane Hehl, geschäftsführende Gesellschafterin Global Marketing & Business Development. Dr. Christoph Schumacher, Bereichsleiter Global Marketing ergänzt: „Mit neun Exponaten auf dem Arburg-Messestand und elf weiteren bei Partnern haben wir das umfassendste Spektrum an Technologien und Verfahren in den Bereichen Spritzgießen, additive Fertigung, Automation und Digitalisierung auf der gesamten Fakuma gezeigt und unsere übergreifende Lösungskompetenz bewiesen. Mit der Arburg Solution World zu den Meta-Themen Energie, Effizienz, Fachkräftemangel und Zukunftsorientierung haben wir genau den Nerv der Zeit getroffen. Viele Fachbesucher haben sich hier zu den Vorteilen und Mehrwerten unserer digitalen Produkte und Services beraten lassen und waren begeistert, wie einfach sie mit unserer Unterstützung Mehrwerte schaffen und Potenziale zur Kosten- und Energieeinsparung erschließen können. Diese Idee war ein Volltreffer!“

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Weltpremiere: Neue hybride Maschine

Ein Produkt-Highlight war die Weltpremiere des Allrounders 520 H mit 1.500 kN Schließkraft, ausgestattet mit dem neuen linearen Robot-System Multilift Select 8. Er ist die zweite Baugröße der Baureihe Hidrive mit neuer hybrider Maschinentechnologie. Die neuen hybriden Allrounder vereinen das Beste aus beiden Antriebswelten: Sie sind besonders energiesparend, ressourcenschonend, produktionseffizient, bedienfreundlich und zuverlässig und zeichnen sich durch deutlich reduzierte Anschaffungs- und Betriebskosten sowie einen kleineren CO2-Fußabdruck aus.

Digitalisierung sorgt für 100 Prozent Rückverfolgbarkeit

Wie Digitalisierung und Automation 100 Prozent Rückverfolgbarkeit ermöglichen, zeigte eine Turnkey-Anlage rund um einen vertikalen Allrounder 375 V, die aus sortenreinem Post-Industrial-Rezyklat (PIR) Reifenheber „ready to use“ herstellte. Über das Scada-System Arburg Turnkey Control Module (ATCM) und „Invisible Tracing“ des Partners Detagto ließ sich jedes Produkt eindeutig identifizieren.

Eine weitere Möglichkeit für 100 Prozent Rückverfolgbarkeit wurde am Beispiel von Multifunktionsboxen aus Thermoplast (PBT) und Flüssigsilikon (LSR) demonstriert, die ein Zwei-Komponenten-Allrounder More 2000 fertigte. Die Thermoplast-Komponente enthielt einen Marker des Partners Polysecure, der eine teilespezifische Fluoreszenz erzeugt.

Innovative Spritzgießanwendungen und -Verfahren

Am Beispiel gelabelter Zentrifugenröhrchen hatte auf der Fakuma 2023 erstmals eine innovative IML-Anwendung Premiere. Das auf einem elektrischen Allrounder 520 A in Reinraumausführung gefertigte IML-Produkt bietet ein Plus an Funktionalität, Effizienz und Recyclingfähigkeit und erschließt damit ganz neue Möglichkeiten in der Medizintechnik.

Als energieeffiziente, ressourcenschonende Anwendung und Alternative zum Thermoformen fertigte eine vollelektrische Packaging-Maschine Allrounder 720 A „Ultimate“ im Spritzpräge-Verfahren IML-Rundbecher mit nur 0,37 Millimetern Wandstärke.

Juliane Hehl, geschäftsführende Gesellschafterin Global Marketing & Business Development © Arburg

Eine Turnkey-Anlage rund um einen elektrischen Allrounder 470 E Golden Electric produzierte in einem technisch anspruchsvollen Prozess aus Post-Consumer-Rezyklat (PCR) auf Basis von alten Fischernetzen vollautomatisch Delfine. Dazu wurden zunächst zwei Bauteilhälften gespritzt, dann ultraschallverschweißt, plasma­behandelt und bedruckt. Die Handhabung übernahm ein Yaskawa Sechs-Achs-Roboter. Das inzwischen schon bekannte Give-Away von Arburg – ein Werkzeugkoffer – entstand auf einer Turnkey-Anlage rund um einen hybriden Allrounder 920 H.

Industrielle additive Fertigung

Das Highlight der Arburg-Tochterfirma ARBURGadditive war der neue Hochtemperatur-Freeformer 750-3X, der aus Ultem 9085 Bauteile für die Luft- und Raumfahrt additiv fertigte. Ein TiQ-Drucker von innovatiQ verarbeitete faserverstärkte PA- und PP-Filamente zu belastbaren Robot-Greifern.

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