Barcode am Fass

Barcode bringt Sicherheit in den Silikonspritzguss

Ein Barcode-System soll künftig die Verwechselung von optisch sehr ähnlichen Fässern der beiden benötigten Komponenten in Dosieranlagen sicher ausschließen und möglichen Schäden vorbeugen.

Ein gemeinsam mit Wacker entwickeltes Barcodesystem zur zuverlässigen Unterscheidung der Komponenten A und B soll das Vertauschen beim Fasswechsel verhindern. (Bild: Elmet)

Für das Dosiersystemen Top 5000 P präsentiert Elmet zur Fakuma ein nach eigenen Angaben einmaliges Barcode-System zur Fasskennzeichnung und -erkennung. Diese, gemeinsam mit dem Chemiekonzern Wacker umgesetzte, Kennzeichnung schließe ein Verwechseln der Komponenten A und B beim Tausch der ähnlichen Fässer aus.

Wacker versieht seine Fässer mit Banderolen, die neben der herkömmlichen A- oder B-Kennzeichnung über einen umlaufenden Barcode verfügen. Elmet stattet sein Dosiersystem ab sofort optional mit einem darauf abgestimmten Leser aus. Die Steuerung des Dosiersystems gibt das Eintauchen der Pumpe in ein neues Fass nur frei, wenn der richtige Code erkannt wurde. Zunächst noch als Handscanner ausgeführt, wird ein in der Höhe justierbarer, fest installierter Leser folgen, sobald sich dieses Sicherheitssystem auf breiter Linie durchgesetzt hat. Bis dahin bietet Elemt als Alternative ein entsprechendes Klebeband zur Applikation im Wareneingang an.

Zwei weitere Hersteller von Rohstoffen für den Silikonspritzguss prüfen zurzeit die Systemeinführung, und alle weiteren sind aufgefordert, die wenig aufwändige Codierung zu übernehmen, um ihre Kunden vor dieser speziellen Verwechslungsgefahr zu schützen. Diese technische Lösung sei bewusst nicht geschützt worden, um sie schnell im LSR- Markt flächendeckend durchzusetzen.

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Das mit dem neuen Scanner ausgerüstete Mehrkomponenten-Dosiersystem ist für die Großserienfertigung ausgelegt. Es eignet sich laut Hersteller für Schussgewichte von unter 0,1 Gramm bis zu mehreren Kilogramm, für 200- und 20-Liter-Gebinde und Materialviskositäten zwischen 9000 und 3.000.000 mPas, auch bei großen Viskositätsunterschieden zwischen A- und B-Komponente. Mit seinen beiden getrennt voneinander arbeitenden Regelkreisen für das über 99%ige Entleeren der Gebinde und die Regelung das in den Prozess eingespeisten Volumens bewähre sich dieses System auch bei engen Prozessfenstern und schwierigen Bedingungen beim Anfahren. Die zusätzliche Additivregelung sichere die präzise und gleichbleibende Dosierung unabhängig von Ablagerungen, Verschleiß und Viskositätsunterschieden. Das offene „Easy Access“-Konzept vereinfache den Fasswechsel und verringert den dazu erforderlichen Platzbedarf. Die automatische Fassentlüftung vermindere den manuellen Aufwand beim Gebindewechsel. Zudem ermögliche das System eine umfangreiche Dokumentation der Produktionsqualität.

Fakuma 2017, Halle A5, Stand 5306

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