Vollelektrische Spritzgießanlage

Annina Schopen,

Bio-Spritzgießen mit Wittmann: Formteile aus Naturstoffen

Die Firma Ana-U mit Sitz in Gleisdorf, Österreich, produziert unter der Marke Green Quality Formteile aus Naturstoffen, die zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Die Herstellung der Teile erfolgt mit einer vollelektrischen Spritzgießanlage von Wittmann.

V.l.n.r.: Ewald Ulrich, Geschäftsführer Ana-U, Roland Pechtl, Gebietsvertriebsleiter Wittmann, Sebastian Ulrich, Projektleiter Green Quality Projekte bei Ana-U © Wittmann

Die 2007 von Ewald Ulrich gegründete Firma Ana-U ist auf die Entwicklung, Produktion und den weltweiten Handel von Karten, Kartendruckern und Elektronikkomponenten sowie die Entwicklung und Konzeptionierung von Lichtlösungen für den stationären Handel, den Ladenbau, Museen und Galerien spezialisiert. Das Unternehmen hat neben der Produktion in Gleisdorf eine weitere Produktionsstätte in Österreich, sowie ein Werk in Shenzhen, China. In Japan erfolgt der Vertrieb der Produkte des Unternehmens durch eine lokale Vertretung.

Gründer und Geschäftsführer Ulrich, der allein 15 Patente im Bereich Chipkarten, Thermodruck und Sicherheit hält, gilt als Erfinder der Thermorewrite-Technologie (TRW) für Chipkarten, die es ermöglicht, durch eine spezielle Beschichtung der Karten, Karteninhalte zu löschen und Karten in Folge neu zu bedrucken. Durch den Einsatz dieser Technologie leistet Ana-U einen wesentlichen Beitrag zur Müllvermeidung.

Formteile aus Naturstoffen

Seit knapp drei Jahren produziert das Unternehmen unter der Marke Green Quality Formteile aus Naturstoffen. Diese bestehen zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen auf Pflanzenbasis und sind kompostierbar wie Holz. Typische Teile sind Eventkarten, Gutscheinkarten, Verbindungsteile Holz zu Holz oder kunststofffreie Gehäuse. So hat Ana-U beispielsweise 40 000 Zutrittskarten für Studenten der Karl-Franzens-Universität in Graz für das Sommersemester 2022 geliefert. Für das kommende Jahr ist auch die Herstellung von Karten mit eingebundener Elektronik geplant.

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Die für die Green Quality-Produkte eingesetzten Rohstoffe wachsen innerhalb eines Jahres nach. Aktuell lagert das Unternehmen 100 Tonnen Material für seine Kunden. Die Mischung der Materialien wird im Unternehmen je nach Kundenanforderungen vorgenommen. Um die Umwelt noch weiter zu schonen, bietet Ewald Ulrich seinen Kunden an, die Green-Quality-Teile zurückzunehmen und zu recyclen. Das Rezyklat wird dann der Neuware beigemengt.

Dosier-, Förder- und Trockentechnik © Wittmann

Die Herstellung der Green Quality-Formteile erfolgt mit einer vollelektrischen Maschine der Ecopower-Baureihe von Wittmann mit einer Schließkraft von 1.600 kN. Die Ecopower 160/750 ist mit einem vollintegrierten Wittman-Roboter W918 ausgestattet, der die Teile entnimmt und auf einem Förderband ablegt. Des Weiteren sind ein Tempro basic C90 Temperiergerät sowie ein gravimetrisches Dosiergerät der Type Gravimax 14 in die Maschinensteuerung Unilog B8 integriert. Die Anlage wird ergänzt durch ein Kühlgerät der Type Coolmax C40, einen Aton plus 30-70-VS Segmentradtrockner, ein Fördergerät Feedmax plus 206-40 und ein Dosiergerät Dosimax MC Balance. Die Maschine ist darüber hinaus mit dem Softwarepaket HiQ Melt zur Überwachung der Materialqualität ausgestattet, was vor allem bei der Verarbeitung von kunststofffreien Materialien und Rezyklaten von Bedeutung ist, um auf Viskositätsschwankungen rechtzeitig reagieren zu können. Für das Recycling von Angüssen, Fehlteilen sowie von retournierten Teilen wird eine Wittmann-Schneidmühle der Type G-Max 12 eingesetzt.

Mit Tinte bedruckte Bio-Zugangskarten für die Studenten der Karl-Franzens Universität Graz © Wittmann

Ewald Ulrich und sein Sohn Sebastian, der sich hauptamtlich um die Green-Quality-Linie kümmert, sind mit der Wittmann-Anlage sehr zufrieden. Neben Energieeffizienz und niedrigem Geräuschpegel überzeuge vor allem die hohe Regelgenauigkeit der Maschine. Ewald Ulrich: „Formteile aus nachwachsenden Rohstoffen brauchen Fertigungsmaschinen mit hoher Genauigkeit und erweiterten Möglichkeiten bei der Einstellung. Das war bei der Ecopower 160 von Wittmann in jeder Hinsicht gegeben. Die perfekten Schulungen und die hervorragende Unterstützung waren neben der Maschinenqualität ausschlaggebend für die Erreichung aller unserer hochgesteckten Projektziele.“

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