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Artikel und Hintergründe zum Thema

Elastomer-Spritzgießen – Prozesse optimieren

Das C hält den Automatisierungsaufwand im Rahmen

Als wichtige Neuerung kündigt LWB Steinl eine neuartige Kaltkanal-Technik in Kombination mit dem bewährten EFE-Spritzgießsystem an. Den zweiten Effizienzbeitrag liefere die Automatisierungstechnik beim Formteilhandling. Außerdem soll die vertikale Version der Microclass-Gummi-Spritzgießmaschine vorgestellt werden.

Eine neue Prozesstechnik soll zusammen mit einem speziell abgestimmten Kaltkanal-System in Kombination mit dem LWB-EFE-Plastifizier- und Einspritzsystem deutliche Produktivitätsfortschritte ermöglichen. Sie resultieren aus einem geringeren Materialanteil für das Angusssystem und der Heizzeitverkürzung durch die EFE-Spritztechnik. Diese Produktivitätsfortschritte kommen demnach vor allem bei Formteilen mit mittleren bis großen Wanddicken und stark unterschiedlichen Wanddickensprüngen zum Tragen.

Zur Demonstration des neuen Produktivitätsniveaus soll während der Messe eine vertikale, unten schließende Spritzgießmaschine mit vollhydraulischer Schließeinheit mit einem 4-Kavitäten-Kaltkanalwerk des Entwicklungspartners Stefan Pfaff Werkzeug- und Formenbau in Produktion zu sehen sein. Die Maschine demonstriere nicht nur das Potenzial der neuen Kaltkanaltechnik, sondern ein neues, auf minimale Aufstellfläche hin optimiertes, Anlagenlayout. Der schmalere, weitgehend rechteckige Maschinen-Grundriss ermögliche eine engere Positionierung der Maschinen mit einem geringeren Anteil an unproduktiven Leerflächen.

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Zwei Varianten der Elastomer-Spritzgießmaschinen - neben der Horizontalmaschine wird erstmals die Vertikalmaschine ausgestellt. Zentrale Komponente beider Ausführungen ist die C-Rahmen-Schließeinheit.

LWB und die Awetis Engineering und Manufacturing haben eine Produktionszelle zur automatischen Herstellung eines Radialwellen-Dichtrings konzipiert, die auf dem Messestand in Produktion zu sehen sein werde. Basis der Anlage ist eine vertikale C-Rahmen-Maschine. Sie ist mit einem 2-fach-Kaltkanal-Werkzeug, einem am C-Rahmen integrierten Einlege- und Entnahme-Handling für die Metallteile und einer  Nachbearbeitungsstation inklusive Roboter zur Entfernung des zentralen Angussschirmes kombiniert.

Ein weiterer Messeschwerpunkt nimmt den Trend zur automatischen und nacharbeitsfreien Herstellung von Kleinststeilen aus thermoplastischen Kunststoffen, Gummi und anderen Elastomeren auf. Dafür stellt das Unternehmen neben der horizontalen Microclass-Maschine erstmals die vertikale Version vor. Beiden Varianten gemeinsam ist deren C-Rahmen-Schließeinheit mit 100 kN Schließkraft und einer Präzisions-Plastifizier-/Spritzeinheit mit 14/16 Millimeter-Schnecke und 4,5 bis 10 cm³ Hubvolumen. Die Spritzeinheit ist für die Verarbeitung von Standard-Kunststoffgranulat, Gummistreifen bis 4x8 Millimeter und Schnüren bis 8 Millimeter Durchmesser ausgelegt, kann aber auch mit einer Stopfeinheit für Feststoffsilikone ausgerüstet werden. Die Wiederholtoleranz beim Spritzgewicht liegt laut Datenblatt bei ±0,005 Gramm. In Kombination mit einem Nadelverschluss-Kaltkanal oder -Heißkanal sei es möglich, gratfreie und damit nacharbeitsfreie Artikel wirtschaftlich herzustellen. Die holmlose C-Rahmen-Schließeinheit kann mit einem Handlinggerät ausgerüstet werden. Bei der Konzeption der Maschine sei auf äußerste Kompaktheit geachtet worden. So sind in der Aufstellfläche von rund einem Quadratmeter die Maschine und zwei Temperiergeräte enthalten.

Zu sehen sein soll während der K auch eine C-Rahmen-Vertikalmaschine mit vertikalem Schnecken-Spritzaggregat zur TPE-Verarbeitung. Der modulare Komponentenbaukasten dieser Baureihe wurde um zusätzliche Aufspannplattengrößen erweitert und bietet damit neue Auslegungsreserven für den Einsatz bei der Glasumspritzung und der Dichtungskonfektion. Auch bei diesem Maschinensystem sei die Effizienz durch gesteigerte Öffnungs- und Schließgeschwindigkeiten erhöht worden.

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