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Energie und Kosten gespart - Automobil-Zulieferer modernisiert Kältetechnik im Spritzguss

Energie und Kosten gespartAutomobil-Zulieferer modernisiert Kältetechnik im Spritzguss

Eine neue Kälteanklage soll beim Spritzgießer Möller Flex in Delbrück höherer Betriebssicherheit und deutlich niedrigere Energiekosten bringen. Zudem soll die Technik Verbesserungen in den Prozessen bringen.

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Kälteanlage

Aus den Produktionskapazitäten von Möller Flex, Teil der Möller Group mit Hauptsitz in Bielefeld, kann man nach Unternehmensangaben schließen, dass jedes dritte Auto weltweit mit mindestens einem Teil von Möller Flex ausgerüstet ist. Im Werk Delbrück entstehen flexible Formteilen aus verschiedenen Weichkunststoffen, Thermoplasten und Elastomeren. Ein Schwerpunkt sind in Mehr-Komponenten-Technologie (2K / 3K) gefertigte Bauteile, beispielsweise aus hartem und weichem PVC Auch verstärkte Kunststoffe mit Fasern aus nachwachsenden Rohstoffen sind ein wichtiges Thema.

Die Stellschrauben einer effizienten Kühlung zur Steigerung der Produktivität sollten auch hier genutzt werden, um unter anderem Rationalisierungspotenziale durch kürzere Taktzeiten zu erschließen. Darüber hinaus bietet eine energieeffiziente Kälteanlage die Möglichkeit zur Energiekostensenkung.

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Bedarfsanalyse zum Projetstart
Die im Werk vorhandene Kälteanlage sollte aufgrund ihres Alters und des steigenden Wartungsaufwands erneuert werden. Darüber hinaus sprachen zwei weitere Gründe für die Investition in neue Kältetechnik. Instandhaltungsleiter Franz Josef Klaus: „Die alte Anlage arbeitete mit offenen Kühltürmen für die Rückkühlung des Kühlwassers. Das birgt das Risiko des Eintrags von Kontaminationen. Außerdem wollten wir den Energieaufwand für die Kälteerzeugung deutlich senken und die Voraussetzungen für eine exakte Temperaturführung schaffen.“

Drehzahlgeregelte Pumpen

Projektingenieure der L und R Kältetechnik starteten mit einer Ist-Aufnahme und ermittelten den Kältebedarf für die Werkzeug- und Hydraulikkühlung. Daraufhin projektierten sie eine Kälteanlage mit diversen energiesparenden Merkmalen:

  • Kondensationstemperaturregelung Varikon (abhängig von der Umgebungstemperatur)
  • Winterentlastung durch Freikühler
  • drehzahlgeregelte Pumpen in der Kälteanlage
  • drehzahlgeregelte Ventilatoren im Freikühler
  • Wärmerückgewinnung aus dem Hydraulikkreis

Die Werkzeugkühlung ist für eine Kälteleistung von 300 Kilowatt ausgelegt, die Hydraulikkühlung für 500 Kilowatt und die Winterentlastung ebenfalls für 300 Kilowatt. Im Sommer wird der Freikühler für die Winterentlastung der Werkzeugkühlung auf die Hydraulikseite umgeschaltet.

Kälteanlage in einem Doppelcontainer

Die Anlage ist als Split-Anlage mit separatem Kondensator ausgelegt. Die Integration der kompletten Anlage in einen Container bietet mehrere Vorteile. Es wird kein Platz in der Produktion benötigt, die Anlage wird komplett montiert und anschlussfertig geliefert, und es entsteht auch kein Zeitfenster, in dem die alte Anlage abgebaut und die neue am selben Ort aufgestellt wird. Das geschieht einfach per Umschluss, so dass keine Mietanlage zur Überbrückung der Montagezeit benötigt wird.

Blick in die Anlage per Fernüberwachung
Die Verfügbarkeit der Kälteanlage ist für Möller Flex ebenso wichtig wie ihre Betriebssicherheit und Energieeffizienz. Deshalb wählten die Verantwortlichen als weitere Option einen Router, mit dem sich Servicepersonal des Herstellers in die Steuerung der Anlage einwählen kann. Somit kann bei Unregelmäßigkeiten schnell professioneller Rat eingeholt werden.

Zur Erhöhung der Betriebssicherheit ist die Kälteanlage mit einer Spitzenlastkühlung ausgestattet. Sie halte auch bei Umgebungstemperaturen von über 27 Grad Celsius die Vorlauftemperatur auf konstant niedrigem Niveau. Ein weiteres Merkmal, das die Betriebssicherheit steigert, ist der Einsatz von Doppelpumpen im Werkzeug- und im Hydraulikkreis.

Die neue Kälteanlage ist bei Möller Flex wurde bereits installiert und arbeitet laut Unternehmen reibungslos. Die Kalkulation dank der zentralen Energiesparmaßnahmen Varikon-Steuerung, Winterentlastung und Wärmerückgewinnung von 75.000 Euro Stromkosten pro Jahr aus. Weitere Einsparungen sollen die bedarfsgerechte Steuerung der drehzahlgeregelten Pumpen und Ventilatoren bringen. Ein weiterer Pluspunkt sei die ebenso exakte wie effektive Temperierung besonders der Werkzeuge, die eine Voraussetzung für kurze Taktzeiten und hohe Produktivität schafft.

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