Energieeinsparung

Kunststoffverarbeiter setzt auf Energieeffizienz

Im Rahmen eines Forschungsprojekts hat sich die Junghans Kunststoffwaren-Fabrik als Ziel gesetzt, die Energiekosten um rund 50 Prozent zu senken.

„Die künftige Reduktion des Energiebedarfs um 50 Prozent ist ein Meilenstein in unserer Firmengeschichte und unser Beitrag zur Energiewende“, erklärt Geschäftsführer Klaus Junghans.

Mit knapp 15 Millionen Euro Umsatz und gut 100 Mitarbeitern gehört die Junghans Kunststoffwaren-Fabrik zum Mittelstand. Spezialisiert ist es auf die Herstellung passgenauer Verschlüsse und Behälter. Um expandieren zu können, setzt das Unternehmen – außer auf Investitionen in neue Spritzgießmaschinen, Kühl- und Druckluftanlagen – vor allem auf die Steigerung der Energieeffizienz.

So nimmt das Unternehmen bereits seit Oktober 2014 am Forschungsprojekt „Smart Consumer“ beim Institut dezentrale Energietechnologien (IdE) teil, das vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird. In diesem Großprojekt mit mehr als zehn Millionen Euro Gesamtvolumen realisieren und erproben die IdE-Experten bei Junghans und anderen Industrieunternehmen wie Ferrero unterschiedliche Aktivitäten zur Steigerung der Energieeffizienz. Im Teilprojekt „Smart KWK“ (Kraftwärmekopplung) bei Junghans geht es um die Optimierung der Energieversorgung kunststoffverarbeitender Betriebe. Dabei sollen sowohl Primärenergiebedarf und Energiekosten um etwa 50 Prozent gesenkt werden.

Nachhaltiges Wirtschaften sei von jeher ein elementarer Bestandteil des Unternehmens. Das Forschungsprojekt biete nun die Möglichkeit, einer der energieeffizienteste kunststoffverarbeitende Spritzgießbetrieb Europas zu werden. Hierzu sei jedoch eine Umstellung der heute noch elektronischen Beheizung der Produktionsmaschinen auf eine Versorgung mit Thermo-Öl erforderlich. Damit ließen sich die Maschinen flexibel durch Abwärme aus KWK-Prozessen, Verbrennung von Gas oder mit elektrischer Energie betreiben. Die Steigerung des Wärmenutzungsgrades stehe dabei im Vordergrund.

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