14 Millionen Euro investiert

Annina Schopen,

Engel eröffnet neues Kundentechnikum in St. Valentin

Engel hat im Großmaschinenwerk St. Valentin ein neues Kundentechnikum eröffnet, in dem die Produkte und Technologien in praxisnaher Umgebung ausprobiert werden können. Damit hat Engel das größte Investitionsprogramm in der Unternehmensgeschichte abgeschlossen.

Mit dem Neubau des Technikums im Großmaschinenwerk St. Valentin hat Engeldie Technikumsfläche verdoppelt. © Engel

Mehr als 14 Millionen Euro investierte der österreichische Spritzgießmaschinenbauer mit Stammsitz in Schwertberg in das neue Technikum im Großmaschinenwerk in St. Valentin. Mit einer Gesamtfläche von 3400 Quadratmetern hat Engel die Technikumskapazität am Standort mehr als verdoppelt.

Der Maschinenpark teilt sich in vier Bereiche auf. Das Anwendungstechnikum für die am Standort produzierten Zweiplattengroßmaschinen der Duo-Baureihe, das Maschinentechnikum des Technologiezentrums für Leichtbau-Composites und das Packaging Center stehen für Demonstrationen, Versuche und gemeinsame Entwicklungen zur Verfügung. Einen vierten Bereich nutzt Engel für die eigene Entwicklungsarbeit.

Nachhaltigkeit im Fokus

Im Anwendungstechnikum stehen mehrere Duo-Spritzgießmaschinen mit Schließkräften von 7000 bis 17000 kN bereit. Darunter ist auch eine 15000-kN-Großmaschine in Combi-M-Ausführung mit Wendeplatte. Außerdem eine Duo- Spritzgießmaschine mit 9000 kN Schließkraft, die für den von Engel entwickelten Zwei-Stufen-Prozess ausgelegt ist. Mit dem neuen Verfahren soll es möglich sein, Kunststoffabfälle direkt nach dem Vermahlen als Flakes im Spritzguss zu verarbeiten und damit die Energieeffizienz im Kunststoffrecycling deutlich zu steigern.

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Auch das Technologiezentrum für Leichtbau-Composites hat zugelegt. Zusätzlich zu einer V-Duo 1700 mit vertikaler Schließeinheit stehen eine Insert 130 Vertikalmaschine und eine Duo 1700 Horizontalmaschine mit zwei Easix-Knickarmrobotern für Composite-Prozesse bereit. Alle Anlagen sind mit IR-Öfen aus der eigenen Entwicklung und Produktion von Engel ausgerüstet. Darüber hinaus demonstriert der Hersteller im Technologiezentrum für Leichtbau-Composites ein innovatives Tapelegeverfahren.

Das Packaging Center ist ein neues Angebot von Engel an seine Kunden in der Verpackungsindustrie. Steigende Energiepreise, der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft und sich verändernde Konsumentenbedürfnisse stellen die Hersteller in dieser Branche vor große Herausforderungen. Im Packaging Center wird transparent, wie sich im Hochleistungsbereich, sowohl Leistung als auch Effizienz der Produktionsanlagen weiter steigern und die Wettbewerbsfähigkeit sichern lassen. Das Packaging Center erstreckt sich über zwei Standorte, Schwertberg und St. Valentin. In St. Valentin stehen eine Duo speed mit 9000 kN Schließkraft für die Produktion von beispielsweise Eimern und Containern mit einem hohen Rezyklatanteil sowie eine E-speed-Spritzgießmaschine mit 4200 kN Schließkraft, die zum Beispiel für die Herstellung von Margarinebechern in Dünnwandtechnik eingesetzt wird, bereit.

Im Großmaschinenwerk von Engel in St. Valentin, Österreich, werden Großmaschinen der Baureihe Duo produziert. Außer dem neuen Technikum erhielt der Standort ein neues Bürogebäude. © Engel

Insgesamt bildet das neue Technikum eine Vielzahl an Spritzgießtechnologien für die unterschiedlichen Branchen, wie Automobil, Technical Moulding oder Packaging ab. Darunter Oberflächentechnologien wie foilmelt, clearmelt und DecoJect, Sandwichtechnologien wie coinjection und skinmelt, das foammelt Schaumspritzgießen, das coinmelt Spritzprägen, Mehrkomponentenprozesse im combimelt Verfahren sowie Composite-Technologien, wie organomelt und HP-RTM. Alle Maschinen sind mit digitalen Lösungen aus dem Inject 4.0 Programm von Engel ausgerüstet.  

Größtes Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte

Mit der Eröffnung des Technikums in St. Valentin schließt Engel das größte Investitionsprogramm in der Unternehmensgeschichte ab. Über die letzten Jahre hat das Unternehmen insgesamt mehr als 375 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung der weltweiten Produktionswerke investiert und auch während der Automobilkrise und Corona-Pandemie an seinen Zielen festgehalten. Das größte Projekt war die Erweiterung des Großmaschinenwerks in St. Valentin. Neben dem Bau des neuen Technikums, wurden verschiedene Produktionsbereiche modernisiert und ein neues Bürogebäude errichtet.

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