Engel und Autodesk

Simulation und reale Welt vereint

Zur K2019 kündigte Engel an, bei der weiteren Digitalisierung des Spritzgießprozesses in Zusammenarbeit mit Autodesk neue Wege zu gehen. Ziel sei es, Simulation und realen Prozess zu verknüpfen, um den Kunststoffverarbeiter über den gesamten Produktlebenszyklus - von der Produktentwicklung und Werkzeugkonstruktion bis zur laufenden Produktion - besser unterstützen zu können.

Simulationsdaten direkt in die Spritzgießmaschine übertragen und – umgekehrt – Messdatensätze aus der Maschinensteuerung in das Simulationsprogramm importieren. © Engel

Bereits während der Messe zu sehen war, wie sich mit Engel Sim Link Simulationsergebnisse aus dem Simulationsprogramm Moldflow von Autodesk in die CC300 Steuerung der Spritzgießmaschine sowie Prozess- und Messdaten aus der Maschine zurück in die Simulation übertragen lassen. Das schließe die Lücke zwischen dem digitalen Zwilling des Werkzeugs und dem realen Spritzgießprozess. Einfach nutzbare Verbindungen zwischen der digitalen und der realen Welt sollen über den gesamten Produktlebenszyklus eine durchgängige gegenseitige Nutzung von Simulations- und Maschinendaten ermöglichen. Sim Link werde als erstes Produkt im kommenden Jahr Kunden von Engel und Autodesk zur Verfügung stehen.

Ziel sei es, Erkenntnisse aus der Simulation von Spritzgießprozessen an der Maschine effizient zu nutzen. Aus der Simulation optimierte Parameter lassen sich in einen Einstelldatensatz umformen und direkt in der Spritzgießmaschine verwenden. Die aus der Simulation übernommenen Parameter werden an die für den Produktionsprozess vorgesehene Spritzgießmaschine angepasst. Dies stelle die vollständige Datendurchgängigkeit sicher, womit die zeitaufwändige und fehleranfällige manuelle Eingabe von Daten an der Maschine entfällt.

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Neu ist auch, dass umgekehrt Prozessparameter und Messergebnisse aus der Spritzgießmaschine in Moldflow importiert werden können. Diese Funktion ermögliche eine neue Herangehensweise bei der Analyse und Optimierung des laufenden Produktionsprozesses in der Simulation. Simulations- und Messdaten können sehr einfach abgeglichen und die Qualität der Simulation verbessert werden. Darüber hinaus lassen sich simulationsunterstützt ungünstige Prozesseinstellungen fundiert analysieren und damit schneller und gezielter beheben. Die optimierten Prozessdaten können dann mit Sim Link an der CC300 Maschinensteuerung eingespielt werden.

Dank Verknüpfung von Simulation und realem Prozess kann die Spritzgießsimulation zukünftig über den gesamten Produktlebenszyklus eine zentrale Rolle spielen. Ziel ist beispielsweise die Beschleunigung von Einstellung, Rüstprozessen und Prozessoptimierung. Sie werde zunehmend auch für kleinere spritzgießverarbeitende Betriebe zu einem leistbaren Wettbewerbsvorteil.

K 2019, Halle 15, Stand C58, Halle 11, Stand G73

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