Glas umspritzen

Vergütetes Glas sicher umspritzen

Das sichere Einbetten vergüteter Gläser soll ein neues, patentiertes Spritzgießverfahren mit deutlich verringertem Aufwand ermöglichen.

Durchaus üblich ist in der optischen und feinwerktechnischen Industrie das Umspritzen von Glas mit Kunststoffen. Überall wo Glasscheiben eingesetzt werden, müssen diese umfasst, verschraubt oder verklebt werden. Schwierig wird das Umfassen allerdings, wenn das Glas vergütet wurde. Optische Filter werden bisher zum Beispiel mit zwei Ringen verschraubt, was einen recht hohen Aufwand verursacht.

Eine alternative Lösung: Das vergütete Glas wird in einem Arbeitsgang mit Kunststoff umspritzt. In der Formgestaltung ist man damit freier und ersetzt die nachgelagerten Montagearbeiten. Bei Hybridteilen aus Kunststoff- und Metallteilen ist dieses Verfahren längst gängige Praxis. Hier erspart man sich die Montage und vereint beide Komponenten in einem Arbeitsgang. Hier besteht die Schwierigkeit der geringen Bruchfestigkeit des Glases. Materialtoleranzen von ±0,2 Millimeter erschweren die Abdichtung in einer Form und nur mit Hilfe spezieller, elastischer Elemente kann eine Gratbildung verhindert werden. Dieses Spannungsfeld aus Abdichtdruck, Glasfestigkeit und Druckbelastung erfordert einiges Know-how. Der Formenkonstrukteur analysiert im Vorfeld wo und wie die Scheibe positioniert werden muss, da diese vom Einspritzdruck weder belastet noch verschoben werden darf. In verschiedenen Tests lässt sich die thermische Belastbarkeit im Randbereich ermitteln.

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Letzte Hürde ist die Entnahme der beschichteten Gläser aus der Form. Da beschichtete Glasoberflächen sehr empfindlich sind, müssen spezielle Handlingsysteme eingesetzt werden, die neben der klassichen Entnahme auch die Säuberung der Form sicherstellen. Insgesamt biete das Umspritzen von Glas klare Vorteile, so der Anbieter. Neben der Reduzierung von Zeit und Kosten durch entfallende Montagearbeiten, erhalte der Kunde größere Designfreiheit, Kantenschutz und neue Einsatzmöglichkeiten.


Fakuma, Halle A5, Stand 5104

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