HM-Baureihe

Spritzgießmaschinen: Anschluss gesucht und gefunden

Spritzgießtechnik für stabile Prozesse und gemischte Losgrößen
Sensorsteckverbinder – hohe Reproduzierbarkeit der Prozesse ist gefordert.
Im Rahmen der Erweiterung der Fertigungskapazitäten für elektrische Stecker hat das im Bergischen Land ansässige Unternehmen Escha gezielt in die Spritzgießtechnik investiert.

Präzision und Kosten stehen im Focus bei der Produktion von Stecksystemen für die Sensortechnik. Zudem müssen die Hersteller außerordentliche Innovationsfähigkeit aufweisen, um die kurzen Entwicklungszyklen der Elektronik nicht nur mitmachen, sondern auch beeinflussen zu können. Zudem sinken die Kosten der Komponenten tendenziell beständig – bei erhöhten Anforderungen: Steigende Funktionsvielfalt bei fortschreitender Miniaturisierung sind typisch für die Branche. Escha Bauelemente hat seine in Deutschland angesiedelte Produktion so optimiert, dass sie auch im internationalen Maßstab auf Dauer wettbewerbsfähig ist.

Ein Grund dafür ist sicher der hohe Anteil von rund 50 Prozent an kundenspezifischen Produkten und Sonderlösungen im Gesamtportfolio. Dazu gehören beispielsweise reinigungsmittelresistente oder hochtemperaturfeste Steckverbinder, Typen mit besonderen Datenübertragungseigenschaften oder Schnellanschlusstechnik. Das wissen die Hauptabsatzmärkte in der Automatisierungsindustrie sowie dem Maschinen- und Anlagenbau offensichtlich zu schätzen: Das auf inzwischen rund 500 Mitarbeiter gewachsene Unternehmen expandiert weiter und ist eben dabei, dem Formenbau an neuer Stelle mehr Platz zu schaffen.

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Bei der soeben vollzogenen Erweiterung seiner Fertigungskapazitäten am Standort Oststraße hat Escha in vor allem in Spritzgießmaschinen der HM-Serie von Wittmann Battenfeld investiert. Installiert wurden acht hydraulische Maschinen im Schließkraftbereich von 650 bis 1800 Kilonewton. „Die neuen Spritzgießmaschinen ermöglichen es uns, den gesamten Maschinenpark besser aufeinander abzustimmen. Wir haben die Anlagen in drei Größenordnungen eingeteilt und die zugehörigen Maschinentypen gleich ausgelegt. So können wir die Werkzeuge und Maschinen, die der gleichen Größenordnung angehören, beliebig miteinander kombinieren. Das erhöht die Flexibilität und die Auslastung der Anlagen“, erklärt Jürgen Sikora, der die Materialwirtschaft bei Escha verantwortet.

Aufgrund des hohen Anteils an kundenspezifischen Produkten und den damit verbundenen kleinen Losgrößen war eine schnelle Umrüstbarkeit der Maschinen ein wichtiges Kriterium bei der der Maschinen-Auswahl. Eine ebenso große Rolle spielten für Escha nach deren Angaben jedoch die Reproduzierbarkeit und die damit verbundene Qualität der Produkte. Die konkrete Aufgabenstellung bestand darin, die Vorgaben bezüglich Schussgewicht und Spritzdruck in ein geeignetes Maschinenkonzept zu übertragen. Und das sollte schnell realisiert werden, also mit möglichst kurzen Lieferfristen der Maschinen. Zudem habe die Option eines exzentrischen Einspritzens für die Maschinen von Wittmann Battenfeld gesprochen. Diese Option ergibt sich durch die Möglichkeit, das Spritzaggregat seitlich zu verschieben. Realisiert wurden auch einige weitere kundenspezifische Forderungen wie eine höhere Zahl von Steckdosen, die eine hohe Absicherung der Maschinen erfordern oder der Einsatz von Hochtemperaturschläuchen und speziellen Wasserfiltern.

Ergänzt wurden die Maschinen mit Angusspickern und Temperiergeräte, vom gleichen Hersteller, so dass sich abgestimmte Gesamtpakete aus einer Hand ergaben.

Die Maschinen der HM-Baureihe zeichnen sich laut Anbieter vor allem durch modulare Vielfalt, hohe Präzision und umfangreiche Optionsmöglichkeiten aus, was diese Maschinenreihe für Escha attraktiv macht. Zudem benötigen die Maschinen kleine Aufstellflächen dank ihrer kurzen und steifen 3-Platten-Bauweise. Charakteristisch seien der geräuscharme Betrieb und der servicefreundliche Aufbau. Ein großzügig dimensionierter Werkzeugeinbauraum und wartungsarme Linearführungen sollen den Betrieb vereinfachen und auf Dauer kostengünstig gestalten.

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