Schneller und schöner fertigen

Hochglanzoberflächen beim Schäumen in der Spritzgießtechnik

Ein typischer Nachteil der Schäum-Verfahren im Spritzguss, die eher geringe Oberflächenqualität der Produkte, lässt sich vermeiden.

Fortschritte beim Schaumspritzgießen: links im herkömmlichen Verfahren, rechts das Ergebnis der moderne Variante. (Bilder: BKL)

Die Schäumtechniken in Spritzgießverfahren bringen vielfache Vorteile, darunter Materialersparnis mit der entsprechenden Gewichtseinsparung und einen Geschwindigkeitsgewinn. Allerdings sind bei der Nutzung üblicher Werkzeuge in der Regel Qualitätsverluste an den Oberflächen der Teile in Kauf zu nehmen.

Abhilfe schaffen schnellere und vor allem gezielter wirkende Heiz- und Kühlverfahren. Die für dieses Verfahren notwendigen Geometrien zur konturnahen Kühlung der Werkzeuge lassen sich praktisch nur mit der additiven Fertigung im Laserschmelzverfahren realisieren. An anderen Stellen muss die Form dagegen isoliert werden, damit sie die Wärme nicht weiterleitet oder an der falschen Stelle speichert. Auch hier kommt die Lasertechnik ins Spiel. Denn damit lassen sich feine Wabenstrukturen konzipieren, die weit weniger Wärme leitend sind als massives Metall. Mit dem Metall-Laserschmelzen lassen sich Formen realisieren, die einerseits mit feinen, oberflächennahen Kanälen oder isolierender Wabenstrukturen schnell und gezielt erhitzt und gekühlt werden können.

Abgesehen von der sehr guten Oberflächenqualität bietet ein solches Spritzgießverfahren laut Anbieter BKL Lasertechnik eine Reihe weiterer Vorteile. Neben der bereits bekannten Materialeinsparung bis 10 Prozent reduziere sich die Fertigungszeit für die Spritzgießwerkzeuge um bis zu 25 Prozent – dank der additiven Fertigung. Zudem werde aufgrund der kurzen Aufheizzeiten merklich Energie gespart. Insgesamt reduziere sich die Belastung der Spritzgießmaschine, da lediglich mit 200 bar Spritzdruck gearbeitet werde und zudem das Gewicht der Form, bedingt durch die Wabenstrukturen geringer sei. So muss die Maschine geringere statische und dynamische Belastungen aufnehmen.

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Nach eigenen Angaben ist BKL nicht nur in der Lage, Spritzgießwerkzeuge für Hochglanzflächen im Schäumverfahren zu entwickeln. Das Unternehmen könne diese Flächen zudem mit attraktiven Narbungen versehen, die per Laserstrukturierung dreidimensional und verzerrungsfrei in die Form eingebracht werden können. Dazu wird ein umfangreicher Narbkatalog angeboten.

Formnext, Frankfurt/M., Halle 3.1, Stand C80

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