Moderne Verfahrenstechnologie

Kohlendioxid im Fokus

Verschiedene gasbasierte Prozesse in der Kunststoffindustrie benötigen - neben dem Gas - entsprechende eine entsprechende Anlagenperipherie.

Spritzgussteil als Beispiel für innovative Anwendungen von Kohlendioxid in der Kunststoff verarbeitenden Industrie.

Unter der Marke Plastinum bündelt Linde ein Portfolio an Verfahren, Anlagen und Services für diese gasebasierte Prozesse in der Kunststoff verarbeitenden Industrie. Zur Fakuma gezeigt werden sollen Anwendungen mit Kohlendioxid (CO2) sowie aktuelle Lösungen für Druckerhöhung, Dosierung und Temperierung.

Ob Gasinnendrucktechnik, Kühlen, Schäumen oder Reinigen: Die Anwendungsmöglichkeiten von Kohlendioxid sind ausgesprochen breit gefächert. So hat das Unternehmen für das Spritzgießens mit Plastinum GIM eine optimierte Gasinnendrucktechnik entwickelt, die wie das bisherige GID plus Kohlendioxid nutzt. Als Messe-Highlight soll das Verfahren am Stand anhand eines Verdichter-Regelmoduls für CO2 zu erleben sein. Das Gas sorge dank seiner hohen spezifischen Wärmekapazität für eine besonders effiziente Innenkühlung der Formteile. So können Zykluszeiten deutlich verbessert werden.

Weiterer Bestandteil des Portfolios ist die Inertisierung der Kavität. Die durch Oxidation gebildeten Verschmutzungen nehmen nach Unternehmensangaben signifikant ab. Wartungsbedingte Stillstandzeiten werden demnach auf nahezu Null reduziert.

Darüber hinaus kommt Kohlendioxid bei der Temperierung von Spritzgießwerkzeugen zum Einsatz. Das System Temp S nutzt das Gas in verflüssigter Form zur Kühlung von Hot Spots in den Formen. Dadurch lasse sich die Zykluszeit um bis zu 50 Prozent reduzieren.

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Bei der dynamischen Temperierung mit Temp D wird die Werkzeugoberfläche zyklisch mit dem Gas gekühlt und geheizt. Die Lösung ermögliche die Herstellung von Formteilen mit hoher Oberflächenqualität bei kurzen Zykluszeiten.

Als Multitalent zieht das Unternehmen Kohlendioxid weitere Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung: Beim Schäumen wird es als umweltfreundliches, physikalisches Treibmittel verwendet. So lassen sich besonders leichte Teile bei geringerem Materialverbrauch herstellen. Dafür werden individuelle Versorgungs- und Dosierkonzepte angeboten, die gute Ergebnisse garantieren sollen.

Tiefkaltes, festes Kohlendioxid, Trockeneis, kommt bei der Lösung Cryoclean als effizientes Reinigungsmittel in Form von Pellets oder Schnee zum Einsatz. Das Verfahren kann für die Lackiervorbereitung ebenso genutzt werden wie für das Entgraten von Bauteilen und die Reinigung von Spritzgießformen. Der besondere Vorteil: Die Formen müssen nicht mehr demontiert werden und lassen sich im heißen Zustand reinigen.

Fakuma, Halle B3, Stand 3309

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