Magnetspannsystem

Magnet-Spannsysteme perfektioniert

Eine neue Generation des Magnetsystems zum Werkzeugspannen auf Spritzgießmaschinen mit mittlerer bis hoher Schließkraft soll Vorteile bei Bedienung, Funktionsüberwachung und Betriebssicherheit, als auch bei Wartung und Service bieten.

Das Magnetspannsystem ist auf die Betriebsbedingungen von Spritzgießmaschinen mit 4000 bis 45.000 Kilonewton Schließkraft abgestimmt.

Die unter dem Namen Pressmag LP vertriebenen Systeme werden für Betriebstemperaturen bis 100 Grad Celsius angeboten und sind vor allem für den Schließkraftbereich zwischen 4000 und 45.000 Kilonewton entwickelt worden. Sie erfüllen laut Anbieter alle ISO-Standards und verfügen als bisher einziges Magnetsystem über das französische APAVE-Sicherheitszertifikat. Ein genereller Vorteil der Magnetspannsysteme gegenüber hydraulischen Spannsystemen sei die gleichmäßig über die ganze Kontaktfläche zwischen Maschinen und Werkzeug verteilte Haltekraft. Die ganzflächige Anhaftung des Werkzeugs vermeide Durchbiegungen der Werkzeugplatten beim Öffnen. Das Werkzeug „atme“ weniger, es komme zu geringeren Relativbewegungen von Kavitätenkomponenten und Führungselementen und damit zu weniger Reibungs- oder Biegeverschleiß. Weniger Verschleiß resultiere in verlängerten Serviceintervallen und erhöhter Betriebssicherheit der Spritzgießwerkzeuge. Das Magnetsystem nutzt standardisierte Ovalenden-Langpolen. Das stelle sicher, dass die Langpole mit minimalem Aufwand an Arbeit und Werkzeug auswechselbar sind. Dies reduziere die Maschinen-Stillstandszeiten im Servicefall.

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Alle Bedien- und Überwachungsfunktionen des Magnet-Spannsystems sind im Touch-Screen-Bedienterminal zusammengeführt.

Mit der neuen Ausführungsgeneration soll die vollständige Funktionsüberwachung realisiert werden. Grundlage ist das Funktions-Monitoring jedes einzelnen Magnetelements, des dort wirksamen magnetischen Status (magnetisiert oder neutral), des magnetischen Flusses und die resultierende Spannkraft. Darüber hinaus wird über die Statusüberwachung des Näherungsschalters ein eventuelles Abheben des Werkzeugs beim Formöffnen überwacht. Über einen Temperatursensor wird der Betrieb innerhalb der zulässigen Betriebstemperatur (bis 100 Grad Celsius) sichergestellt. Sonder-Ausführungen für höhere Betriebstemperaturen sind ebenfalls verfügbar. Alle Bedien- und Überwachungsfunktionen werden in einem neuen Bedienterminal zusammengeführt, das zusätzlich zur reinen Bedien- und Überwachungsfunktion über ein Diagnoseprogramm zur Fehleranalyse verfügt. Mit einer SD-Karte können Daten auf ein Offline-Terminal transferiert werden, wo sie zur Korrektur oder Optimierung analysiert und bearbeitet werden können. Magnetspannsysteme sind nicht nur beim Spritzgießen eine Option zur Verkürzung von Rüstvorgängen, sondern auch bei zahlreichen anderen Kunststoff-Verarbeitungsverfahren. Beispiele sind Vakuumformanlagen, Blasmaschinen oder das Rotoformen. Während beim Vakuumformen und dem Extrusionsblasformen eine Temperaturbeständigkeit der Magnetelemente bis 100 °C in der Regel ausreichend ist, sind beim Rotoformen bis zu 300 Grad Celsius möglich und üblich. Dafür und für Maschinen zur Gummiverarbeitung wurden Magnetsysteme entwickelt, die Kontakttemperaturen von 300 Grad Celsius für mindestens 20 Minuten standhalten.

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