Mehrkomponenten-Spritzguss

Mehrkomponenten-Spritzguss mit TPE in der Medizin

Die Mehrkomponententechnologie bietet die idealen Voraussetzungen zur Entwicklung neuer, innovativer Produkte. Gerade weil sich hier verschiedene Produkteigenschaften mit wirtschaftlichen Konfektionsmöglichkeiten kombinieren lassen, liegt in dieser Technologie ein hohes Entwicklungspotential.

Die Verbundfestigkeit haftungskompatibler Kunststoffkombinationen ist bei mechanischer Beanspruchung und bei Medieneinwirkung von besonderem Interesse und daher auch für die Bereiche Medizintechnik und Pharmazie relevant. Es ist zwar eine große Auswahl von auch für die Medizintechnik nutzbaren Kunststoffen vorhanden, viele können jedoch nur in einem engen Prozessfenster verarbeitet werden. TPE können dank ihrer thermoplastischen Verarbeitung besonders in Mehrkomponentensystemen eine entscheidende Rolle spielen. Der Einsatz von TPE-Hochleistungs-Compounds im Mehrkomponenten-Spritzguss kann die Prozesszeit verkürzen, die Fehlerquote senken und die Produktionssicherheit steigern.

Der Mehrkomponenten-Spritzguss wird in medizintechnischen Anwendungen häufig eingesetzt, um weiche Dichtungen an feste Bauteile anzubringen, beispielsweise Dichtungselemente in Spritzen, pharmazeutische Dosiersysteme, Verbindungen für Katheterkupplungen. Voraussetzung dafür ist jedoch ausreichende Haftfestigkeit und das Erreichen eine ganzen Reihe mechanischer Werte. Dann lassen sich TPEs mit einer ganzen Palette thermoplastischer Polymere kombinieren, um Hart-Weich-Kombinationen zu produzieren. Sie werden daher immer häufiger als Gummi-, Latex- und PVC-Ersatz eingesetzt, da sie zudem die Haptik bei Soft-Touch-Anwendungen verbessern können.

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Die TPE-Rezepturen für das Provamed-Portfolio hat Actega nach eigenen Angaben für die Extrusion und die Verarbeitung im Mehrkomponenten-Spritzguss ausgerichtet mit sehr guten Haftungseigenschaften auf verschiedenen Kunststoffen. Darüber hinaus sei auf niedriges Migrationspotential, Biokompatibilität, Sicherheit vor Schleimhautirritationen, PVC-, Phthalat-, Silikon- und Latex-Freiheit geachtet worden. Die TPE seien sterilisierbar – eine für medizintechnische Applikationen unabdingbare Voraussetzung.

Alle Rezepturen werden kundenspezifisch entwickelt und aufwändigen Tests unterzogen worden, um die gewünschten, oft sehr speziellen bis extremen Anforderungen an die Materialeigenschaften zu erreichen.

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