Schnelle Verpackungsanwendung

Premiere zur Fakuma: Spritzprägen im Etagenwerkzeug

Zur Fakuma präsentiert Netstal als Weltneuheit eine Spritzpräge-Anwendung im Etagenwerkzeug. Demonstriert wird soll diese Technologie anhand einer Margarineverpackung aus Polypropylen (PP), die mit 4+4 Kavitäten produziert wird und nur 10,7 Gramm wiegt.

Die im IML-Verfahren etikettierte Margarineverpackung wiegt 10,7 Gramm und wird live während der Fakuma produziert. (Bild Netstal)

In Zusammenarbeit zwischen Werkzeughersteller Plastisud, Automatisierer Machines Pagès und Spritzgießmaschinenhersteller Netstal wurden das Spritzpräge-Verfahren und die Technik des Etagenwerkzeuges unter einen Hut gebracht. Eine leicht modifizierte Spritzgießmaschine der Baureihe Elion Hybrid formt mit einer Zykluszeit von gut fünf Sekunden Margarinebecher im Standardformat 15 oz (425 Gramm) mit IML Dekoration. Der Prozess findet jedoch in einem Etagenwerkzeug mit 4+4 Kavitäten statt. Das Revolutionäre bleibt dem Unternehmen zufolge dem Auge nahezu verborgen: Die Polypropylen-Verpackung entsteht nicht im Spritzgießverfahren, sondern in einem Spritzprägeprozess. Diese Kombination von Spritzprägen und Etagenwerkzeug sei ein Novum in der Produktion von Verpackungen. Dank der extrem kurzen Einspritzzeit von 100 Millisekunden geschehe das Füllen der Kavitäten sehr schnell und dabei gleichmäßig, aber bei niedrigem Druck, um Spannungen im Material zu verhindern. Die hohe Qualität der Plattenparallelität garantiere außergewöhnliche Synchronizität zwischen Werkzeug, Maschine und Automatisation.

Plastisud entwickelte ein Etagenwerkzeug, das speziell auf die Anforderungen des neuen Produktionsprozesses zugeschnitten ist. Die Technologie des Spritzprägens garantiere ausbalancierte Trennebenen mit einer sehr niedrigen Dispersionsrate. Die spezielle Konstruktion des Etagenwerkzeugs spielt eine Schlüsselrolle in dieser Anwendung.

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Die Kombination des Spritzpräge-Verfahrens mit einem speziell ausbalancierten Etagenwerkzeug vereine kompromisslos die Vorzüge der beiden Technologien. Die wichtigsten Vorteile des Spritzprägens bestehen nach Unternehmensangaben in geringeren Wanddicken und somit einem leichteren Produkt, was die Stückkosten drückt. Außerdem weise das Produkt, besonders der Deckel, wegen der geringeren Beanspruchung des Materials weniger Verspannungen und eine höhere Maßhaltigkeit auf – Eigenschaften, die den Becher für den Verpacker attraktiv machen. Für den Verpackungshersteller mindestens ebenso wichtig seien die wirtschaftlichen Vorteile wie die signifikante Steigerung der Produktivität durch den Einsatz eines Etagenwerkzeugs und die gleichzeitige Senkung der Materialkosten. In einer Beispielrechnung, basierend auf dem um 2,3 Gramm gegenüber dem Standard gesenkten Gewichts pro Becher werden Einsparungen von 124.000 Euro pro Jahr errechnet. Zudem wird eine Maschine mit vergleichsweis geringen Schließkräften benötigt, was die Kosten weiter drückt.

Fakuma 2015, Halle A7, Stand 7303/7304

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