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Neubau des Kunststoff Instituts Lüdenscheid

Aus- und WeiterbildungKunststoff – Schulung für viele Interessengruppen in Lüdenscheid

Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid investiert nach eigenen Angaben mehr als 5 Millionen Euro am Standort Lüdenscheid in ein neu konzipiertes Gebäude einschließlich Internat.

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Neubau des Kunststoff Instituts Lüdenscheid wird 1857 Quadratmeter Nutzfläche bieten

Mit Übergabe des Zuwendungsbescheids fiel der Startschuss zum Bau des Polymer Training Centre (PTC), ein in dieser Art und Ausrichtung vermutlich einmaliges Aus- und Weiterbildungskonzept in der Kunststoffbranche. Dan großzügiger Förderung des Landes und Unterstützung seitens des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums während der Antragsphase sei die Idee umgesetzt worden.

In Lüdenscheid soll ein neues Schulungsangebot speziell für die Kunststofftechnik aufgebaut werden, um das Qualifizierungsangebot des Kunststoff-Instituts zu ergänzen. In Zusammenarbeit mit Bildungsträgern wie Kammern, Berufskollegs und Hochschulen sollen neue Wege in der Wissensvermittlung gegangen werden.

Als Zielgruppenorientierungen sind Erstausbildungen in Kooperation mit Schulen, IHKs, Berufskollegs und Fachhochschulen sowie Weiterbildungen direkt mit der Industrie, mit IHKs und weiteren Ausbildungsstätten geplant. Die angebotenen Maßnahmenverteilungen werden zu etwa 70 Prozent in Erstausbildung und 30 Prozent in Aus- und Weiterbildung erfolgen. Während die berufliche Aus- und Weiterbildung eher im bestehenden Bereich des Instituts stattfinden soll, werden die neuen Angebote im neuen PTC umgesetzt. Die Schwerpunkte der Erstausbildung sollen in Bereichen gesetzt werden, die in anderen Ausbildungsstätten oder den Unternehmen nicht angeboten werden können, da sie nur über Fertigungsmaschinen verfügen, auf denen keine Ausbildung betrieben werden kann. Dazu gehören neben den Produktionsverfahren auch CAE-Konstruktion und >Simulation sowie Prüftechniken.

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Für die betriebliche Weiterbildung mit einer facharbeiternahen Ausbildung hingegen sind mehrere Schwerpunkte und Nutzergruppen geplant. Das sind zum einen Hauptschüler ohne Abschluss, da die Noten im schulischen Teil zu schlecht waren, die jedoch praktisch gut veranlagt sind und ein gutes technisches Verständnis haben. Zudem werden Unternehmen angesprochen, die eine größere Anzahl von Mitarbeitern freisetzen, ihnen jedoch Perspektiven aufzeigen wollen. Die Einbindung in Sozialpläne ist zu prüfen, beispielsweise durch Transfergesellschaften. Zudem können Angebote für Personen entwickelt werden, die keinen Bachelor-Abschluss machen können, da die Zugangsberechtigung zum Studium nicht vorhanden ist, und für Studienabbrecher.

Neben der Vermittlung von praktischen und theoretischen Lerninhalten soll im Umfeld des PTC auch die Unterbringung und Verpflegung der Teilnehmer organisiert werden. Somit werden Schüler, Studenten und Unternehmensmitarbeiter gemeinsam im PTC arbeiten und hier nicht nur die Kunststofftechnik, sondern – im Idealfall – auch die Region kennenlernen.

Das Kunststoff Institut Lüdenscheid will mit diesem Projekt einen Grundstein zur Linderung des Fachkräftemangels legen und die Region Südwestfalen und Nordrhein Westfalen mit Kunststoff in direkten Zusammenhang bringen.

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