Neues zur Fakuma

Spritzgießen mit weniger Material und Energie

Besser als auf dem Papier lassen die Möglichkeiten der Spritzgießtechnik „am lebenden Objekt“ demonstrieren – was Netstal zur Fakuma an mehreren Beispielen tun will.

Unter anderem soll ein hochwertiges Verschlussdesign auf einer Elion 2800 mit der neuen hybriden Antriebstechnologie demonstriert werden. Folgende Daten werden genannt: Die Getränkeverschlüsse PCO 1881 werden bei einem Zyklus von 3,5 Sekunden mit einem 72-fach Werkzeug von Z-Mold und der optischen Qualitäts-Kontrolle von Intravis hergestellt. Die Maschine arbeitet mit der neuen Axos-Steuerung, die mit verbessertem Bedienpanel und neuen Features aufwartet.

Die Reduktion des Gewichts der Verschlusskappen soll zeigen, wie der Einsatz der Spritzgießmaschine in einem effizienten Prozess zu einer wirtschaftlicheren Fertigung führt, unter anderem einer Einsparung von erheblichen Mengen Rohmaterial. Auch dank des Prozess-Know-hows von Netstal sei es gelungen, das Gewicht des Getränkeverschluss seit der Markteinführung im Jahre 2008 von ursprünglich 2,45 auf 2,3 Gramm für CSD (Carbonated Soft Drinks) und bis zu 1,8 Gramm für stille Wasser zu senken.

Hekuma, Hersteller von Automatisierungssystemen, zeigt auf einer Elion 800 eine für diese Baureihe typische Anwendung aus der Medizintechnik. Mit einem 48-fach Werkzeug des schweizerischen Formenbauers Tanner werden bei einem Zyklus von 8,5 Sekunden Nadel-Führungen für Spritzen aus Polypropylen gefertigt. Die Rohmaterialversorgung stellen dabei Geräte von Motan sicher. Die vollelektrische Maschine eignet sich für den Einsatz im Reinraum, da sie mit gekapselten und wassergekühlten Elektromotoren arbeitet, was einen nahezu emissionsfreien Betrieb gewährleiste. Dank Rekupperierung wird Bremsenergie in den Stromkreislauf zurückgeführt, um damit weitere Verbraucher zu speisen. Effizient eingesetzt, lassen sich laut Maschinenhersteller gegenüber konventionellen Antriebsystemen, bis zu 70 Prozent des Energieverbrauches einsparen.

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Zusammen mit Netstal haben der Werkzeugbauer Glaroform und Ilsemann Automation daran gearbeitet, bestehende Verpackungen mit Barriereeigenschaften durch hochwertige, ökonomisch und ökologisch herstellbare wieder verschließbare Kunststoffverbundlösungen zu ersetzen. Dazu wurde eine Substitution als Mehrschichten-Barriereverbund entwickelt.
Angekündigt ist auf dem Stand der Ilsemann (Halle A7, Stand 7401) ein Beispiel, ein Behälter, in dem als innovative Verpackungslösung eine Barrierefolie von zwei Seiten mit einer Kunststoffschicht hinterspritzt wird. Durch diesen spezifischen Aufbau des Mehrschichten-Barriereverbundes werde erreicht, dass die Barrierefolie einerseits vor Beschädigungen von außen geschützt ist und andererseits nicht mit dem zu verpackenden Lebensmittel in Berührung kommt. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Verpackung auch mit IML (In-Mould-Labelling) versehen werden kann. Das gleiche Verfahren bietet sich auch für den dazu gehörenden Deckel an.


Fakuma, Halle B3, Stand 3107

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