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Gesamtprogramm

Spritzgießen: Der Mix macht’s

Erfolgreich mit Großserien und Spezialitäten
Dass man in Deutschland nachhaltig wirtschaftlich auch Massenprodukte fertigen kann, davon ist man beim Formenbauer und Spritzgießer Mayweg überzeugt. Und davon, dass man ebenso mit speziellen Produktlösungen ordentliche Margen erzielen kann. Wenn die Maschinenausstattung stimmt.

Erfolgreich vom Formenbauer zum Spritzgießer zu mutieren, verlangt mehr als den Wunsch, den eigenen Formenbau besser auszulasten. Dazu braucht es ein Konzept und ein Ziel. Das besteht beim 1963 als reiner Formenbau gegründeten Unternehmen Mayweg darin, mit Einsatz moderner Spritztechnologien einerseits komplexe Spritzgießteile zu produzieren, andererseits Massenprodukte zu konkurrenzfähigen Kosten am Standort zu fertigen. Außerdem werden umfangreiche Veredelungs- und Montageleistungen angeboten.

Traditionelle Produkte sind Steckdosen, Schalter und Einbaurahmen für die Installationstechnik. „Dank hohem Automatisierungsgrad werden üblicherweise fertig fallende Teil hoher Qualität erzielt, und da können wir mit jedem Asiaten konkurrieren“ erklärt Geschäftsführer Bernd Jannack diese Produktschiene. Andererseits setzt Mayweg auf komplexere Verfahren, um neue Produkte zu ermöglichen und/oder vorhandene Lösungen kostengünstiger zu realisieren. Hier wendet sich das Unternehmen an einen breiten Branchenmix, von verschiedenen Anwendungsbereichen am Automobil über Antriebstechnik und Sanitär bis zur Medizintechnik. „Der Komplexitätsgrad der Teile und damit der Formen steigt kontinuierlich. Wir produzieren heute etwa jeweils hälftig optisch anspruchsvolle und technische Teile“, so Bernd Jannack. Lediglich aufwendige Montagen werden heute teilweise an andere Unternehmensstandorte abgegeben.

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Dementsprechend wird der Maschinenpark gezielt entwickelt: Mit Hilfe weitgehender Automatisierung, zentraler Materialversorgung, komplexer Heißkanaltechnik sowie Werkzeug-Kühltechnik und vielerlei technischer Peripherie werden die Margen aufrecht erhalten. Eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang bildet der Kern jeder Produktion, die Spritzgießtechnik. „Hier haben wir auch und ganz besonders im Jahr 2009 investiert, als hochwertige Maschinen durchaus einen Tick billiger zu bekommen waren als heute“, beschreibt Bernd Jannack das Vorgehen.

Drehteller für den 2K-Spritzguss

Zur qualitativen Weiterentwicklung der Fertigungsmöglichkeiten, das heißt zum weiteren Aufbau von Produkten höherer Komplexitätsgrade diente unter anderem die Beschaffung einer 2K-Spritzgießmaschine HM 180/525H/60V B6S (Schließkraft 1800 kN) mit Rundtisch von Wittmann Battenfeld. Diese wurde komplett mit einem Wittmann Roboter im Jahr 2009 an Mayweg geliefert. Produziert wurden darauf zunächst hochwertige Steckdosen, Schalter und Schalterabdeckungen im Zwei-Farben-Spritzguss. In der Zwischenzeit sind vermehrt neue Werkzeuge von Kunden für 2-K-Anwendungen gekommen. Das Aufstellen einer zweiten, baugleichen Anlage ist in der Planung.

„Uns kommt keine Maschine mehr ohne mindestens ein Drei-Achs-Linearsystem und ohne Förderband ins Haus“, erklärt Bernd Jannack. Und schiebt gleich die Erklärung nach: „Von der Entnahme über Lasern und andere Zusatzarbeiten bis zum Verpacken in Trays können wir in mannloser Schicht fahren. Das erhöht die Effektivität maßgeblich.“ Bei neueren Maschinen kommen Linearsysteme von Wittmann zum Einsatz, der damit Maschine und Automatisierung aus einer Hand liefert – und beides läuft unter nur einer Steuerungsoberfläche. „Unser klares Ziel alle Investitionen in Qualität und Technik ist es, dass die Kunden uns haben wollen, weil wir ein sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis bieten.“

Drehteller-Maschinen bieten vielfältige Möglichkeiten, die Mayweg sukzessive erschließt und forciert ausbaut. Eine interessante Anwendung ist beispielsweise eine hochwertige Schalteranwendung aus einem transparenten Polyamid, umspritzt mit einem farblichen Polyamid . Für dieses Produkt sind mehrere Werkzeuge im Einsatz, eines davon wurde für den Drehteller optimiert. Weitere arbeiten, da sie von einer anderen Spritzerei übernommen wurden, noch mit Indexplatten. Im Drehteller-Konzept sieht Mayweg jedoch die Zukunft bei hochwertigen 2-K-Anwendungen. „Spätestens ab dem dritten Werkzeug rechnet sich der Drehteller“, ist die Erfahrung von Bernd Jannack.

Mit (Gas-)Druck zu neuen Lösungen

Auch Erfahrungen mit der Gasinnenddruck-Technik hat Mayweg bereits seit rund zwei Jahren gesammelt. Clever eingesetzt, ermöglicht sie nicht nur völlig neue Produkte, sondern auch eine erhebliche effizientere Nutzung der Spritzgießmaschinen. Deshab wurde in 2010 zusätzlich in ein Airmold-System investiert, die Gasdruck-Technik von Wittmann. Ein „Gargutträger“, ein Backblech großes Kunststofftablett (600 × 800 Millimeter) aus Polypropylen zur Zwischenlagerung von Teiglingen in Bäckereien soll die bis dato üblichen Holzträger ersetzen. Mehrere Tausend Mikro-Pyramiden auf der Oberfläche sorgen dafür, dass die Teiglinge auch von unten belüftet werden und nicht am Träger festkleben. Sechs Heißkanäle sorgen für die Materialverteilung im Werkzeug. Erstaunlich: Die Gargutträger werden problemlos auf einer 5000-kN-Maschine mit drei Minuten Zykluszeit gespritzt. Das ist angesichts der Fläche nur möglich, weil mit Gasinnendruck gearbeitet wird: Zwei Eingasungen mit 180 bar reichen aus, um ein homogenes Produkt zu erzeugen. Der Gasdruck wird auch genutzt, um den Nachdruck aufzubauen.

Im Ergebnis hat man nicht nur einen „Holzersatz“, sondern ein besseres Produkt mit dementsprechend besseren Marktchancen: Die Trager sind leicht, sehr robust, gut zu reinigen und zudem maßgenau und verwindungssteif bei geringem Gewicht. Moderne Technik für neue Lösungen, die natürlich auch den Verarbeiter weiter bringen.
Auch hier kommt wieder das Konzept zum Tragen, in dem die Gasdrucktechnik über die Steuerung der Maschine läuft. Das macht es den Einrichtern leicht, und sorgt für einen störungsfreien Betrieb. Die Anlage ist mobil und lässt sich auch an anderen Maschinen einsetzen. „Da ist schon was dran, dass die Abläufe effizienter werden, wenn Maschine und möglichst alle Peripheriesysteme unter einer Steuerung laufen, denn mit zunehmendem Komplexitätsgrad steigt natürlich auch die Zahl und Art der genutzten Technologien. Die Steuerung ist zwar nicht allein entscheidend, es kommt schon auf den Intellekt des Einrichters an“, bringt Bernd Jannack seine Meinung auf den Punkt. Trotzdem: Der Einrichter hat deutlich weniger Wege, er muss sich sehr viel weniger merken. Aufbau, Logik und grafische Umsetzung der Programmierung sind für alle Komponenten im Prozess identisch. Das hilft Fehler vermeiden und das Einrichten zu beschleunigen.

Eine spezielle Technologie, die Mayweg integriert hat, ist die „induktive Temperierung“. Besonders hochwertige Oberflächen ohne sichtbare Bindenähte werden so möglich. Produziert wird unter anderem eine etwa 70 × 70 Millimeter große Platte für die Elektroindustrie aus Polycarbonat mit einer Netzstruktur aus etwa 1500 × 1500 Löchern. Ohne induktive Kühlung ergibt sich die typische, leicht speckige Oberflächenanmutung. Nach Einschalten der Kühlung ist die Bauteiloberfläche durchgängig seidig-matt.
Mit neuen Produktideen einerseits und hohen Automatisierungsgraden großer Serien andererseits können Spritzgießer erträgliche Margen erwirtschaften. Der richtige Mix aus innovativen Ideen und Mut zu innovativer Technik macht es möglich. Voraussetzungen dafür sind strategische Entscheidungen in den richtigen Maschinenpark zur wirtschaftlichen Umsetzung dieser Ideen.


K 2010, Halle 10, Stand A04

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