Kälteanlage nutzt R-717

Redundante Kühltechnik mit Ammoniak

Drei eigenständig arbeitende Maschinen in einem kompakten Gehäuse bilden die Kälteanlage von Polytex. Das Unternehmen produziert nach eigenen Angaben knapp vier Millionen Quadratmeter Bodenbeläge für den Innen- und Außenbereich sowie weitere Produkte. Die Anlage nutzt Ammoniak (R-717) als Kältemittel.

Polytex fertigt pro Jahr rund 4 Mio. m2 Bodenbeläge für Sport und Freizeit – „made in Germany“ und mit hoher Fertigungstiefe. (Bild: Polytex)

Sport- und Freizeitbodenbeläge für professionelle Anwender bilden den Produktionsschwerpunkt von Polytex in Grefrath am Niederrhein. Dabei sei die Fertigungstiefe des 140 Mitarbeiter großen Unternehmens in Europa einzigartig. Darüber hinaus entwickelt und produziert das Unternehmen Masterbatches und Polymergarne.

Auf Grund der stetig steigenden Nachfrage hat Polytex im Jahr 2015 die Fertigungskapazitäten erweitert. Da verschiedene Produktionsprozesse Kälte benötigen, war auch eine Erweiterung und Erneuerung der Kälteanlagen erforderlich. Mit diesem Projekt wandte sich Polytex an das Unternehmen Beckmann in Haan, das eng mit GCM Kältesysteme zusammenarbeitet. Letztere produziert projektiert und produziert Kältemaschinen mit natürlichen Kältemitteln wie Ammoniak und CO2.

Beckmann und GCM projektierten eine individuell projektierte Kälteanlage, die als Kombination von drei eigenständig arbeitenden Maschinen in einer Baueinheit – und damit redundant – aufgebaut ist. Eine übergeordnete Steuerung koordiniert den Betrieb der drei Maschinen. Läuft die Anlage, die eine Kälteleistung von 444 Kilowatt erreicht, beispielsweise gerade in Teillast und die arbeitende Maschine fällt aus, kann die zweite oder dritte Maschine deren Aufgabe übernehmen.

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Der EER (Energy Efficiency Ratio) von 5,56 demonstriere die hohe Effizienz der Anlage, die mit dem Kältemittel R717 (Ammoniak) befüllt ist. Über eine integrierte Leistungsmessung kann der Anwender die Effizienz jederzeit überwachen. Mit der Entscheidung für Ammoniak als Kältemittel sei Polytex ein Pionier und habe diesen Schritt nicht bereut. Nach problemloser Installation und Inbetriebnahme sei die Anlage nun seit mehr als einem Jahr in Betrieb. Sie arbeitet laut Anwender mit hoher Zuverlässigkeit und geringem Energieaufwand. Messungen haben demnach gezeigt, dass der Energieverbrauch – bezogen auf eine identische Kälteleistung – um etwa 22 Prozent niedriger liegt als früher.

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