Sensorfolie im Spritzguss

Sensorfolie im Spritzguss verarbeiten

Eine neue Technik, die eine Sensorfolie in verschieden geformte Kunststoffteile integrieren kann, soll das Produktdesign nicht nur im Automobilbau nachhaltig verändern: Solche Teile sollen so zu funktionalen Baugruppen werden.

Mit der jetzt vorgestellten Sensorfolien-Technologie sei es möglich, geformte Kunststoffteile herzustellen, die in einem automatisierten Arbeitsgang mit der IMD-Technik individuell zu dekorieren und darüber hinaus über IML-Technik mit einer Sensorfolie auszustatten. Sie wurde von der Leonard Kurz Stiftung in Zusammenarbeit mit der Poly IC entwickelt und von Roth Werkzeugbau nach eigenen Angaben erstmals serienreif in einem Werkzeug verarbeitet.

Mit der Technologie sei die Herstellung einsetzbarer Bauteile möglich, die bereits über alle notwendigen elektrischen Bedienelemente verfügen. So können Schalter, Taster, Schieberegler und andere berührungsempfindliche Funktionen realisiert werden. Die Sensorfolie befindet sich auf der Rückseite des Bauteils und reagiert auf Berührungen eines Fingers auf der Sichtseite. Die elektrischen Impulse werden von einem Steuergerät ausgelesen und weiter verarbeitet.

Potenzielle Einsatzgebiete sieht der Werkzeugbauer außer im Automobilbau auch im Konsumgüterbereich. Möglich seien beispielsweise fugenlose Armaturenträger im Auto. Erstmals wurde die Technik im laufenden Prozess auf der Fakuma gezeigt. Demnächst soll die Anlage auf der Euromold zu sehen sein.

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Als ein Vorteil wird die mögliche Gewichtseinsparung genannt. Die Folie ist etwa 0,1 Millimeter dick und soll zahlreiche mechanische Schalter und Taster ersetzen. Die Technik könne also helfen, zum Beispiel Fahrzeuge leichter zu machen. Das Wegfallen jeglicher mechanischer Bedienelemente erhöhe zudem die Lebensdauer der Baugruppe. Vor allem aber verschafft das den Unternehmen neue Chancen, sich im Wettbewerb abzugrenzen, zum einen den Spielrieb der Kunden zu nutzen und zum anderen Produkte mit besonderen Designs und edler Anmutung zu realisieren.

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