Großmühle in Recycling-Prozess bei Tönsmeier integriert

Mehr Durchsatz mit weniger Energie

Großmühle in Recycling-Prozess bei Tönsmeier integriert
Bis 21 Kilogramm und 29 Millimeter Wanddicke - solche Rohrstücke werden effizient in einer neuen Mühle zerkleinert.

Zum Portfolio des Umweltdienstleisters Tönsmeier gehört unter anderem die Umsetzung grenzüberschreitender Entsorgungskonzepte für die Kunststoffindustrie. Für das Zerkleinern von Rohrstücken setzt das Unternehmen auf eine Großmühle, die in den Recyclingprozess integriert wurde. Sie verbraucht laut Unternehmen 20 Prozent weniger Energie - bei 35 Prozent mehr Durchsatz als ihre Vorgängerin.

Bis 21 Kilogramm schwere und 1500 Millimeter lange Rohrstücke aus HDPE und PP. Bei Durchmessern bis 315 Millimeter weisen sie Wanddicken bis 29 Millimeter auf. Da sie oft direkt von Baustellen angeliefert werden, haften ihnen außerdem noch Sand, Kalk und andere abrasive Mineralien an. Das stellt hohe Anforderungen an die gesamte Konstruktion der Mühle, besonders an Rotoren. Hinzu kamen die Erwartungen an die Ausstoßleistung: Ein Stundendurchschnitt von 900 Kilogramm war gefordert - bei einer Betriebsdauer von mindestens 65 Stunden ohne Messerwechsel.

Harter Dauereinsatz

Die alte Zentralmühle im Recycling-Prozess von Tönsmeier erfüllte die Anforderungen nicht mehr. Eingesetzt wird heute eine Getecha-Mühle Typ 8012 mit Sieben-Messer-Rotor mit 800 Millimeter Durchmesser und vier Festmessern sowie einer Schnittbreite von 1200 Millimeter. Die Rotorwelle erhielt eine zusätzliche Schwungscheibe zur kraftvollen Zerkleinerung der massiven Rohrteile. Die Rotormesser sind voreinstellbar und verfügen über eine Einstell-Lehre und Anschläge für die Festmesser. „Das beschleunigt und vereinfacht den Messertausch – unverzichtbar für den Erhalt einer kontinuierlichen Recyclat-Qualität. Die Messer arbeiten im Scherenschnitt, was die Energieeffizienz der Großmühle begünstigt. Wegen der abrasiven Verunreinigungen der Rohrstücke erhielt die neue Mühle zudem einen kompletten Verschleißschutz. Da sie mit Schrauben befestigt sind, können alle Verschleißschutz-Komponenten bei Bedarf einfach ausgetauscht werden.

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Die neue Mühle ließ sich in den vorhandenen Recycling-Prozess bei Tönsmeier integrieren. Aufstellraum ist eine Grube, in dem die Großmühle über ein Förderband beschickt wird. Die vorhandene Absauganlage mit ihren Anschlüssen wurde übernommen. Die nötigen steuerungstechnischen Anpassungen führten die Getecha-Techniker aus. Dazu wurde die Signalverarbeitung der Recycling-Anlagen wie Bandüberlast, Ein- und Abschaltroutinen und andere in den Schaltschrank der Großmühle integriert.

Controller senkt Stromverbrauch

Mit dem 160 Kilowatt-Motor hat die neue Großmühle die gleiche Antriebsleistung wie ihre Vorgängerin. Allerdings habe sich schon während der ersten Testläufe gezeigt, dass die „Neue“ gut 35 Prozent mehr Durchsatz erreicht. Dabei sei der Stromverbrauch um rund 20 Prozent geringer gewesen. Als vorteilhaft verbuchten die Verantwortlichen von Tönsmeier die Wirkung der Energy-Save-Motorregelung. Dieser Controller ermögliche nicht nur einen schonenden Sanftanlauf, sondern errechne über die kontinuierliche Erfassung der Leistungsdaten des Antriebs (Strom, Spannung, cos phi) immer die jeweils günstigste Motorspannung für den energieeffizientesten Betriebszustand. Er führt dem Motor immer nur die tatsächlich erforderliche Spannung zu – ohne Drehmomentverlust.

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