Babyplast 6/10P-T

Großes Baby

Mikrospritzguss mit neuer Technologie aufgewertet
Eine Kartuschentechnik löst Probleme mit üblichem Dosiersystem der LSR-Fertigung im Mikrobereich.
Eine neue Generation von Spritzgießmaschinen für die Kleinstteilefertigung bietet mit hochauflösender Proportionaltechnik und Bedienung per Touch-Screen präzisere Abläufe und mehr Übersicht.

Mit nur 0,5 m² Stellfläche ist die Babyplast-Spritzgießmaschine rekordverdächtig kompakt gebaut. Zudem arbeiten sie besonders leise. Für mehr Präzision soll nun eine neue Steuerungstechnik sorgen. Während der Fakuma wird das mit der Produktion von Mikro-Zahnrädern in einem Dreiplattenwerkzeug demonstriert.

Auch das Thema Materialversorgung wurde grundsätzlich angegangen, denn klassische Misch- und Dosiereinrichtungen sind für die Kleinstteileproduktion in LSR nicht immer praxisgerecht. Entwickelt wurde deshalb eine Kartuschenlösung: Von der konventionellen LSR-Mischeinheit wird der Adapter entfernt und eine Einwegkartusche mit 500 Milliliter Material befüllt. Diese Kartusche dockt auf der Babyplast-Maschine an und liefert die richtigen Mengen für den Spritzgießprozess kleinster Teile. Die Kartuschen mit vorgemischtem Material können mehrere Wochen im Kühlschrank oder mehrere Monate im Eisfach lagern. Zum Lieferumfang gehört eine gekühlte Nadelverschlussdüse zur direkten oder indirekten Anspritzung des Artikels.

2K-Technik für Mini-Formate

Dass diese Anlagen trotz ihrer kompakten Abmessungen echte 2K-Fertigungzellen sein können, wird ebenfalls am Beispiel gezeigt. Ausgerüstet mit einem Zusatz-Spritzaggregat, das punktgenau direkt am Werkzeug positioniert wird, lassen sich problemlos Zweikomponententeile spritzen. Die erprobte Kolbentechnik ermöglicht die exakte Dosierung, selbst bei extrem kleinen Schussgewichten. Das Aggregat ist mit einem Wegemesssystem ausgestattet. Es können alle handelsüblichen Thermoplaste und Beimischungen bis 420 ºC verarbeitet werden. Interessantes Detail der diesjährigen Präsentation in Friedrichshafen wird ein in Kierspe entwickeltes Masterbatch-Dosiergerät sein, das auf die Bedürfnisse im untersten Schließkraftbereich abgestimmt ist.

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Die Optionen in der 2K-Technik zeigt der Maschinenhersteller zur Fakuma sogar mit Lösungen aus der Welt der „großen“ Spritzgießmaschinen: Gefertigt wird ein kleiner Stecker mit angespritzter weicher Dichtung. Eingesetzt wird dabei eine 2K-Drehteller-Lösung.

Die vermeintlich kleine Technik ist erwachsen geworden und außerordentlich vielfältig einsetzbar. Zunehmend lassen sich die Optionen und Verfahren üblicher Bauteilgrößen in die Mikrowelt übertragen – und am konkreten Beispiel begutachten.


Fakuma, Halle B3, Stand 3002

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