Spritzgießmaschine Base-Tec

Günstig in Preis und Lieferzeit

Mit neuen Sondertypen auf Kundenfang
Vollelektrische Einsteigermaschine
Neue Spritzgießmaschinen sollen neue Kundenkreise ansprechen. Beworben werden sie als preiswerte und schnell lieferbare Einstiegsmodelle in die hydraulische oder elektrische Klasse.

Thomas Schwarzer, Vertriebsleiter bei Ferromatik Milacron in Malterdingen, kann sich durchaus vorstellen, dass die neue Sondermaschine Elektra Selection die noch immer bestehende Hemmschwelle zur vollelektrischen Antriebstechnik um ein paar Zoll niedriger werden lässt. Dass die Offerte damit auch auf das Interesse ganz neuer Klienten stößt. Premiere hatte das Sondermodell Anfang Juni auf der Hausmesse des badischen Unternehmens, zu der sich an den zwei Tagen über 1000 Teilnehmer aus mehr als 25 Nationen angesagt hatten.

Weniger Vielfalt

Angeboten wird die Maschine mit selektierten Optionen. Soll heißen, dass schneller lieferbar ist, was somit auch zu einem günstigen Preis offeriert werden kann. Betont wird, dass die Maschine mit der gleichen hochwertigen Grundausstattung in Malterdingen gefertigt wird, wie man es von der Elektra Evolution, der seit Jahren gefertigten vollelektrischen Maschine, gewohnt sei. Auf der Messe im eigenen Haus wurde die neue Maschine in allen drei verfügbaren Baugrößen unter Betriebsbedingungen vorgestellt. Zu haben ist sie mit Schließkräften 500, 750 und 1100 Kilonewton mit jeweils drei Spritzeinheiten der internationalen Klasse 55, 120, 300 und 450, so dass sich insgesamt neun Kombinationen konfigurieren lassen.

Anzeige

Nicht nur die Grundausstattung sei mit der Evolution identisch, auch in den technischen Daten stimmen die Maschinen überein. Zur erwähnten Auswahl an denkbaren Optionen gehört unter anderem eine erhöhte Einspritzgeschwindigkeit für anspruchsvolle Applikationen, das integrierte Hydraulikpaket für Kernzüge mit frei wählbarem Ablaufprogramm sowie verschleißgeschützte Plastifiziereinheiten. Darüber hinaus bis zu 16 Regelstellen für die Werkzeugheizung und die als benutzerfreundlich beschriebene Mosaic-Software für die Prozess- und Qualitätsüberwachung. Und was die Hoffnungen der Hersteller, mit dieser Novität neue Interessenten zu gewinnen, beflügeln mag: Die Maschine ist bereits ab Preisen von 55.000 Euro und in einer Lieferzeit von sechs bis acht Wochen zu haben.

Für noch ein paar Euro weniger gibt‘s die Base-Tec, die zweite zur Hausmesse präsentierte Neuheit. Sie wird in den vier Schließkraftgrößen 400, 600, 850 und 1100 Kilonewton und zu Preisen ab 34.800 Euro angeboten. Propagiert als preiswertes und schnell lieferbares Einstiegsmodell in die hydraulische Klasse, kann sie nach Darstellung von Vertriebschef Schwarzer ebenfalls mit einer umfangreichen Grundausstattung aufwarten. Dazu gehören eine Speicherhydraulik für hohe Einspritzgeschwindigkeiten und parallele Maschinenfunktionen sowie die Mosaic-Steuerung mit 15-Zoll-Touchscreen.

Import aus Fernost

Hergestellt wird der „hydraulisch betriebene Preisknüller“ allerdings nicht an den Westhängen des Schwarzwalds in Malterdingen, sondern „bei einem ausgewählten Partner“ in China. Nach deutschem Engineering und CE-konform, wie ausdrücklich betont wird, in einer Lieferzeit von nur wenigen Wochen ab Lager. Der fernöstliche Import kann um fest definierte Optionen ergänzt werden. Die werden dann von den Servicetechnikern des hiesigen Betriebs bei der Inbetriebnahme vor Ort installiert. Dazu könnten beispielsweise hydraulische Kernzüge oder eine verschleißgeschützte Plastifizierausrüstung mit Bimetallzylinder und durchgehärteter Schnecke gehören.

Nach unserem Eindruck keine schlechte Offerte, diese beiden Sondertypen, mit denen sich das schon in den 1950er-Jahren gegründete Unternehmen wieder auf seine Standardmaschinen besinnt. Denn seit vielen Jahren schon gelten die Malterdingener Maschinenbauer als Spezialisten für kundenspezifische Maschinen und für die Entwicklung von komplexen Anwendungsprozessen wie das Mehrfarben- oder auch Monosandwichverfahren sowie die Würfel- und Doppelwürfeltechnik. Diesen Weg will man nach Angaben von Guy Moilliet, Geschäftsführer von Ferromatik, weiter gehen und das obere Segment ausbauen. „Aber gleichzeitig werden wir wieder Standardmaschinen für Universalanwendungen auf den Markt bringen, die preislich wettbewerbsfähig sind“, betonte er auf einer Pressekonferenz während der Hausmesse. Wir konnten uns davon überzeugen: Der Anfang zumindest ist gemacht.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Kunststoff Magazin Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite