Spritzgießen und Formenbau

50 Jahre Krallmann

Mit Gründung der Krallmann OHG in Lippinghausen legten die Brüder Rainer, Heinz und Werner Krallmann den Grundstein, der jüngste Bruders Hartwig stieg ein Jahr später ein. Die ständige Weiterentwicklung fand ihren vorläuigen Höhepunkt in der Entwicklung eines Verfahrens für Integriertes Metall/Kunststoff-Spritzgießen (IMKS), belohnt mit dem Kunststoff Innovationspreis 2016 dem der Auszeichnung Top-Innovator 2016. Nach dem Ausscheiden des letzten Gründungsmitglieds im Jahr 2017 übernahm die Heinze Gruppe mit Sitz in Herford das Unternehmen.

Geschäftsführer Jörg Tilmes bedankte sich bei Gründungsmitglied Rainer Krallmann mit einem Bild und einem „Schraubenmännchen“ für die jahrzehntelange hervorragende Führung der Krallmann Unternehmen. © Krallmann

Gestartet wurde im Mai 1969 mit einem Werkzeugbau. 1974 siedelte das Unternehmen aus Platzgründen an den jetzigen Standort in Hiddenhausen um. Das Know-how der ersten zehn Jahre im Bereich Kunststoffspritzgießen sollte ebenfalls gewinnbringend eingesetzt werden, sodass 1979 die Gründung der Krallmann Kunststoffverarbeitung zur Herstellung technischer Spritzgießteile der nächste Schritt war. Die Entwicklung des ersten Spritzgießwerkzeugs für Compact Discs (CD) wurde zu einem großen Erfolg und führte zu einem überproportionalen Wachstum, wodurch bereits in den 80er Jahren zusätzliche Erweiterungen der Betriebsfläche notwendig wurden.

Die folgenden Jahre ab 1990 waren geprägt von einer umfangreichen Ausweitung des Portfolios. Mit der Mitbegründung der KKD Feinwerkstatt und der KDS Radeberger Präzisionsformen und -werkzeugbau sowie der Akquisition der Stepa-Plasttechnik im Jahr 1990 verfolgte Krallmann eine klare Expansionsstrategie. Die Ergänzung der Geschäftsfelder wurde 1991 mit der Gründung der Kunststoff-Recycling-Service vorläufig abgeschlossen. Mit dem Erwerb von 50 Prozent der Anteile der Tooltec Werkzeugbau und Kunststofftechnik im Jahr 2001 folgte eine weitere Wachstumsphase. Diese wurde von 2005 bis 2009 mit der kompletten Übernahme von Tooltec, der Beteiligung an der tschechischen Spritzgießerei FRK Technik und dem Erwerb der Interbros sowie der Gründung der Krallmann Pilotwerkzeugbau fortgesetzt.

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Im Juni 2019 feierte die Krallmann GmbH ihr 50-jähriges Bestehen. © Krallmann

An den Zeitraum der Expansion bis 2009 schloss sich eine Phase der Konsolidierung an, in der interne Abläufe innerhalb der Krallmann Gruppe für eine höhere Wertschöpfung optimiert wurden. Des Weiteren wurde das Know-how genutzt, um speziell im Bereich der Kunststoffverarbeitung ein eigenes Produktprogramm zu etablieren. Das in diesem Rahmen entwickelte Verfahren des Integrierten Metall/Kunststoff-Spritzgießen (IMKS) ermöglicht es, auf konventionellen Spritzgießmaschinen Kunststoff, niedrig schmelzende Metalllegierungen und Einlegeteile wie Steckkontakte und Elektronikbauteile in einer Prozesskette in einem Mehrkavitäten-Werkzeug zu einem fertigen Bauteil zu verbinden. Diese Technik findet vor allem im Bereich der LED-Beleuchtungstechnik, bei elektrischen Schirmungen, Wärmeleitungen oder bei der Herstellung von Leiterplatten Anwendung.

Mit der Übernahme der Krallmann Unternehmen durch die Heinze Gruppe wurden weitere Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen in die Wege geleitet, um das neue Mitglied als Innovationsschmiede innerhalb der Gruppe zu etablieren. In der Heinze Gruppe wurden in den vergangenen Jahren mehrere namhafte Unternehmen der Kunststofftechnik zusammengefasst. Die Krallmann Unternehmen gehören seit 2018 dazu. Am Standort Hiddenhausen sind derzeit rund 120 Mitarbeiter beschäftigt.

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