Spritzgießfertigung

SPS steuert Werkzeugreinigung

Prozesssicherheit und Produktqualität hängen beim Spritzguss maßgeblich von der Funktion des Kühlwasserkreislaufs ab. Die Reinigungsmöglichkeiten wurden nun verbessert.

Werkzeugreinigungsgeräte tragen zur Prozesssicherheit und Leistung beim Spritzgießen bei. (Bild: Weinreich)

Ablagerungen in den wasserführenden Kanälen, beispielsweise durch Kalk, Rost oder sonstige Schmutzpartikel vermindern die Leistung der Kühlung. Das kann Minderungen der Qualität der Spritzlinge und Verlängerungen der Zykluszeiten verursachen. Weinreich bietet per SPS gesteuerte Werkzeugreinigungsgeräte an, die diese Rückstände schnell und einfach mit einer säurehaltigen Reinigungslösung beseitigen sollen.

Die drei Geräte der WRG-Serie arbeiten mit Förderleistungen zwischen 20 und 60 Liter pro Minute und maximal 5 bar. Alle Medien berührenden Teile bestehen aus Edelstahl. Bevor das Werkzeug gereinigt wird, misst das Gerät zunächst den Volumenstrom. Eine Reinigungslösung wird von einer schmutzresistenten, magnetgekoppelten und robusten Edelstahlpumpe durch die zu reinigenden Wärmetauscher und Werkzeugdurchgänge gefördert. Das auf Zitronensäure mit Phosphoranteil basierende Konzentrat entfernt laut Anbieter Rost-, Kalk- und Emulsionsruckstände sowie zähflüssig klebrige Rückstände diverser Kühlwasseradditive. Es sei biologisch abbaubar und damit einfach zu entsorgen. Ein Filter hält die sich während des Reinigungsprozesses lösenden Schwebepartikel zurück.

Je nach Art der Verschmutzung kann der Reinigungsablauf über die integrierte SPS mit Touchdisplay gewählt werden. Das Werkzeug wird anschließend durch den reinigungsmittelhaltigen Kreislauf für einen gewissen Zeitraum gespült. Druckluft bläst die Rückstände nach dem Spülen aus Werkzeug und Leitungen in einen Tank. Anschließend wird alles noch einmal mit Wasser gespült und so neutralisiert.

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Die Werkzeugreinigungsgeräte sind durch ihren kompakten Bau auf den mobilen Einsatz ausgelegt und lassen sich flexibel innerhalb der Produktion platzieren. Gleiches gilt für den Kanister mit dem Reinigungskonzentrat und dem im Lieferumfang enthaltenen Leerkanister, der der späteren Entsorgung dient.

Die Bedienung über das integrierte Touchdisplay ermöglicht es, zwischen unterschiedlichen Reinigungs- und Prüfmenüs sowie Zeitintervallen zu wechseln. Darüber hinaus können Trendverläufe eingesehen werden. Dies geschieht über verschiedene Modi, die den Reinigungserfolg zusammen mit dem zeitlichen Verlauf grafisch zeigen. Auch eine Systemübersicht in Form schematischer Darstellungen der Anlagen, die alle Systemzustände der Anlage visualisiert, ermöglicht bei den größeren Geräten Einblicke in die Arbeitsverläufe und schafft auf diese Weise Planungssicherheit. Eine präventive Ausfallerkennung ist ein wichtiger Aspekt innerhalb produktionsrelevanter Prozesse.

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