Spritzgießmaschinenhersteller Boy

Neuentwicklung und Historie bei Spritzgießmaschinen

Neben einer Fertigungszelle einschließlich individueller Produktkennzeichnung über den Mehrkomponenten-Spritzguss bis zur Vernetzung gemäß aktueller Euromap-Richtlinien hat Spritzgießmaschinenhersteller Boy auch die Live-Demonstration einer historischen Maschine zur Fakuma angekündigt.

Einen ordentlichen Spannungsbogen will das Unternehmen aufbauen: Neben einer angekündigten Weltpremiere werde auch eine Boy 15 aus dem Jahre 1968 gezeigt. In Anlehnung an das 50-jährige Firmenjubiläum produziert einer der ersten Spritzgießautomaten aus dem Gründerjahr Karosserieteile eines BMW aus dieser Zeit.

Eine komplette Produktionseinheit, bestehend aus Spritzgießautomat Boy 60 E, Entnahmehandling LR 5 sowie einem integrierten Scanner und Drucker wird am Stand produzieren. Die Maschine verfügt über zwei parallel arbeitende Servopumpen, mit denen Einspritzen und Schließkraftaufbau simultan möglich sind. Es werden multifunktionale Lineale gefertigt, die nach der Entnahme aus dem Werkzeug von der integrierten Handlingeinheit über eine an einen Drucker geführt werden. Eine Euromap-Schnittstelle sorgt für die entsprechende Kommunikation. Dort wird ein QR-Code mit aktuellen Produktionsdaten aufgebracht. So lassen sich auftragsbezogene Daten auf jedem produzierten Teil nachträglich abrufen und zuordnen. Die digitale Vernetzung von Spritzgießmaschinen mit Leitrechnern (nach Euromap 77), Automationsgeräten (gemäß Euromap 79) sowie zu Peripheriegeräten (Euromap 82) halten verstärkt Einzug in die Kunststoffbranche. Zurzeit wird vom europäischen Dachverband noch an einer Euromap 83 gearbeitet, die als übergeordneter Standard für die zuvor genannten Euromap-Richtlinien fungieren wird.

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Bei einer Zwei-Komponenten-Fertigung werden zuerst Tassen aus NAS 30 gespritzt und im gleichen Werkzeug anschließend vom Zusatz-Spritzaggregat Boy 2 S partiell mit einer TPE-Wandung umspritzt. Entnommen werden die Zweikomponententeile vom Greifer des Handlinggeräts. Abgelegt auf eine Förderband können die Tassen aus lebensmittelechtem Material von den Besuchern dem eigentlichen Verwendungszweck zugeführt werden.

Der stetig wachsende Automatisierungsgrad in der Kunststoffbranche zeigt sich auch auf dem Messestand: In drei Anwendungen wird je ein LR 5 in unterschiedlichen Dimensionen gezeigt. Neben dem Linearroboter werden auch integrierte Angusspicker, pneumatische Zufuhr- und Entnahmegeräte sowie ein Vier-Achs-Roboter von Igus gezeigt.

Fakuma: Halle A7, Stand 7101

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