Spritzgießen

Richtig Temperieren und Dokumentieren

Eine Serie von Temperiergeräte mit Oszilloskop-Funktion zur Aufzeichnung des Prozessverlaufs in Form von Temperatur-, Druck- und Durchflusskurven soll die Produktion sicherer und nachvollziehbar machen.

Die neue Temperiergeräte-Serie Tempro plus D von Wittmann soll erhöhte Ansprüche an Temperaturstabilität, optimierte Prozessführung und eine übersichtliche und umfassende visuelle Kontrolle des Ablaufs erfüllen. Die visuelle Darstellung übernimmt ein Touchscreen mit 5,7 Zoll Diagonale. Diverse Schaltflächen auf dem Display können nach Wunsch konfiguriert werden, um die für den entsprechenden Anwendungsfall relevanten Daten unverzüglich verfügbar zu haben.

Mehrere Gerätevarianten, von offenen bis zu drucküberlagerten Systemen, für die dichtungslose Pumpen mit Magnetkupplung Verwendung finden sind verfügbar. Als Wärmeträgermedium kommt Wasser zum Einsatz, das, verglichen mit Öl, zahlreiche Vorteile bietet. So ermöglicht es kürzere Aufheizzeiten, eine genauere Regelung und höhere Durchflüsse sowie eine gleichmäßigere Temperaturverteilung innerhalb der Kavität. Für die umfassende Prozesskontrolle wartet das Gerät mit einer neuartigen Oszilloskop-Funktion auf, die es gestattet, den jeweiligen Temperatur-, Druck- und Durchflussverlauf aufzuzeichnen.

Um etwaige Produktionsfehler nachvollziehen zu können, also zur Sicherstellung gleichbleibender Teilequalität, ist das Protokollieren des Prozessverlaufs unabdingbar. Hierbei spielen Temperatur, Druck und Durchflussmenge gleichwertige Rollen. Steigt oder fällt die Temperatur während der Produktion unbeabsichtigt, beeinflusst das direkt die Qualität der Teile. Und eine solche Veränderung der Temperatur kann von den Druck- oder Durchflussverhältnissen verursacht worden sein. Kommt es zu einer zunächst unbemerkt gebliebenen Veränderung der Werkzeugtemperatur, beispielsweise im Verlauf einer Nachtschicht, lässt sich der exakte Zeitpunkt, zu dem die Abweichung einsetzte, anhand der Temperatur-, Druck- und Durchflussverlaufskurven, die die Oszilloskop-Funktion des Tempro bereitstellt, im Nachhinein feststellen.
Die Aufzeichnungen erleichtern es in jedem Fall, die Ursachen der Abweichungen zu eruieren. Ein durch Ablagerungen verengter Temperierkanal lässt sich über steigenden Pumpendruck und verringerten Durchfluss erkennen, eine defekte Pumpe dadurch, dass Pumpendruck und Durchflusswerte abfallen. Und es lassen sich die Ursachen von Fehlfunktionen, die nicht direkt mit dem Temperiergerät zusammenhängen, eingrenzen, beispielsweise bei Überhitzung des Werkzeugs durch eine Heißkanal-Fehlfunktion – was bedeuten kann, dass dem Temperiergerät kein Kaltwasser zur Verfügung gestanden hatte, um das Werkzeug entsprechend herunterzukühlen. Anhand solcher Analysen können schließlich die entsprechenden Maßnahmen zur Qualitätssicherung eingeleitet werden, die den Fehler in Zukunft vermeiden helfen. Nicht zuletzt ist die Oszilloskop-Funktion ein Kontrollwerkzeug für die produzierten Teile dar. Für ein bestimmtes Zeitfenster, während dem die aufgezeichneten Werte nicht den definierten Vorgaben entsprechen, können die in diesem Zeitraum produzierten Teile vollständig aussortiert werden.

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