Werkstoff- Renaissance

Kleinteile aus Duroplast spritzgießen

Duroplaste erleben in einigen anspruchsvollen Anwendungen eine Renaissance. Für die Produktion von Kleinteilen wurde eine neue Spritzgießmaschine entwickelt.

Die in Mittweida entwickelte Spritzgießmaschine für Klein- und Mikroteile ist vielseitig einsetzbar. (Bild: CKT)

Hohe Temperatur- und Chemikalienbeständigkeiten, ästhetisch anspruchsvolle und/oder kratzfeste Oberflächen sind typische Anforderungen an Kunststoffteile. Solche gewünschten Eigenschaften führen dazu, dass Duroplaste wieder häufiger eingesetzt werden, denn sie sind zu vergleichsweise günstigen Preisen zu haben.

In einem vom Bundesministerium für Wirtschaft geförderten Kooperationsprojekt hat das Unternehmen Ökoplast deshalb gemeinsam mit der Hochschule Mittweida eine Vorrichtung zum Spritzgießen von Kleinteilen aus Duroplast entwickelt. Bei der Auslegung der Duroplast-Einheit wurden als maximales Schussgewicht 2 Gramm und eine Verweilzeit des Materials von höchstens fünf Spritzzyklen angestrebt. Um ein problemloses Einzugs- und Förderverhalten der Duroplast-Masse zu gewährleisten, wurde mit 15 Millimeter Schneckendurchmesser gearbeitet und der Einzug Contact, eine Entwicklung des Schwesterunternehmens CKT Kunststoffverarbeitungstechnik, integriert.

Die zum Patent angemeldete Rückstromsperre besteht aus nur einem Bauteil und verhindert das Zurückfließen der Masse in die Schneckengänge während des Einspritzens durch Abbau der Druckdifferenz. Für die Temperierung des Zylinders wurden im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen die Temperierkanäle in den Zylinder-Außendurchmesser gefräst, der Fließkanal optimiert und die Oberfläche für den Wärmeübergang vergrößert.

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Die „MW Injection 50“ genannte Anlage wurde mit der für die Duroplastverarbeitung ausgelegten Plastifiziereinheit ausgerüstet und steht für Musterungen zur Verfügung. Nach wie vor kann die Maschine auch mit Schneckenkolben zur Verarbeitung von Thermoplasten eingesetzt werden. Die Spritzgießmaschine für Klein- und Mikroteile, ebenfalls eine Entwicklung von CKT, Ökoplast und Hochschule Mittweida, gibt es als Standard- und als Vier-Stationen-Ausführung, auch eine 2K-Baugruppe ist verfügbar.

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