Gasinnendruck-Technologie von Wittmann

Annina Schopen,

Airmould 4.0: Die nächste Generation ist da

Wittmann Battenfeld hat seine Airmould-Technologie für gasunterstütztes Spritzgießen weiterentwickelt. Mit Airmould 4.0 wurde das System kompakter und bedienerfreundlicher und kann flexibel an jeder Spritzgießmaschine montiert werden.

Airmould 4.0 Module, klein und zentral an der Spritzgießmaschine © Wittmann

Airmould ist die Antwort von Wittmann auf Ressourcenschonung und Leichtbau und das mit kürzester Zykluszeit: Die Gasinnendruck-Technik Airmould ist ein Verfahren, bei dem Stickstoff in die teilweise oder vollständig mit Schmelze gefüllte Formkavität injiziert wird, wodurch sich eine innere Hohlraumstruktur ausbildet. Auf diesem Wege lassen sich Leichtbauteile mit kurzer Zykluszeit und gleichzeitig hochwertigen Oberflächen ressourcenschonend erzeugen. Das Verfahren eröffnet dem Formteil-Designer außerdem gute Möglichkeiten, komplexe Bauteile in einteiliger Ausführung und mit ebenmäßigen Oberflächen zu erzielen.

Bereits seit Ende der 80er Jahre entwickelt und produziert Wittmann die Gasinnendruck-Technologie am Standort in Meinerzhagen und stellt dabei die Anforderungen der Kunden und Märkte in den Vordergrund, so auch bei der Neuentwicklung von Airmould 4.0. Airmould 4.0 ist laut Unternehmen das einzige Gasinnendruck-System, bei dem kein großer Steuerschrank benötigt wird, der in der Produktion viel Platz einnehmen würde. Zudem sind die benötigten Module um etwa 15% kleiner als die bisherigen, sind somit sehr kompakt und können flexibel an jeder Spritzgießmaschine montiert und eingesetzt werden. Als weiteren Vorteil hebt Wittmann hervor, dass das Know-how für Spritzgießmaschine und Airmould aus einer Hand komme. Dabei kann Airmould 4.0 nicht nur zur einfacheren Bedienbarkeit in die B8-Steuerung der Spritzgießmaschine integriert werden, sondern auch über das einheitliche Handbediengerät der Wittmann-Gruppe in andere Maschinenfabrikate.

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Airmould 4.0 Druckregelmodul, Zentraleinheit und Handbediengerät © Wittmann

Der langjährige Airmould-Kunde Oberland MV, Verpackungshersteller in der europaweiten Getränkebranche, hat die Weiterentwicklung 4.0 bereits seit Mitte April an einer Bestandsmaschine im Einsatz. Nahezu 80% der produzierten Mehrwegkästen werden hier seit Jahrzehnten mit dem Airmould-Verfahren gefertigt und so sind mittlerweile über 120 Wittmann-Module im Einsatz, sowohl von der Vorgängerserie als nun auch von der neuen Generation Airmould 4.0.

Bei Bedarf bekommen Kunden eine anwendungstechnische Unterstützung bei der Einführung von Airmould. Diese kann vom Support bei der Maschinenauslegung bis hin zur Nullserie reichen, je nach Anforderung des Kunden. Neben den Komponenten bietet Wittmann auch die anwendungstechnische Unterstützung, den Service sowie die Ersatzteile an. Und es besteht auch die Möglichkeit, die benötigten Komponenten für eine bestimmte Zeit zu leihen oder sich Airmould 4.0 im Technikum bei Wittmann Deutschland in Meinerzhagen anzusehen bzw. Teile zu bemustern. Darüber hinaus können sich Interessenten via Wittmann Interactive von den Vorteilen von Airmould 4.0 überzeugen.

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