Aus- und Weiterbildung

Endspurt für berufsbegleitendes Masterstudium „Angewandte Kunststofftechnik“

Robert Kirste (rechts): "Um diese Lücken zu füllen und dennoch parallel weiterhin im Beruf tätig bleiben zu können, bietet das berufsbegleitende Studium beste Möglichkeiten."

Das Studium ist fast geschafft, die vorletzte Präsenzphase eingeläutet. Im Januar 2014 reisten die 14 Teilnehmer des berufsbegleitenden Studiums zum Master of Engineering im Bereich "Angewandte Kunststofftechnik" zu ihrer nunmehr vorletzten Präsenzphase nach Schmalkalden.

Während sich die Studierenden in den ersten drei Semestern mit den technischen Grundlagen sowie der Produktion und Verarbeitung von Kunststoffen beschäftigten, steht nun, im vierten Semester, der Erwerb grundlegender Managementqualifikationen auf dem Lehrplan.

Im Fokus der vorletzten Präsenzphase standen betriebswirtschaftliche Grundlagen. Die Liste der einzelnen Themen bot unter anderem Konstitutive Entscheidungen und Unternehmensführung, Grundlagen der Kosten -und Leistungsrechnung, Wirtschaftlichkeitsbewertungen und Controlling, Innovations- und Kostenmanagement. "Mit der intensiven Betrachtung betriebswirtschaftlicher Aspekte vermitteln wir den Studierenden die notwendigen Managementkompetenzen um künftig verantwortungsvolle Führungsaufgaben zu übernehmen und erfolgreich zu bewältigen", erklärt Professor Dr. Hubert Dechant, Dozent für Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Schmalkalden. Alle theoretischen Grundlagen wurden anhand praktischer Beispiele aus der Kunststoffindustrie erläutert.

Die nächste und letzte Präsenzphase findet im März dieses Jahres statt und befasst sich mit Kunststoffrecycling und Umweltmanagement. Im Anschluss daran beginnen die Studierenden mit dem Schreiben ihrer Masterarbeit.

Anzeige

Die Teilnehmer des Jahrgangs 2012 blicken nun auf eine fast zweijährige Studienzeit an der Fachhochschule Schmalkalden zurück und stehen kurz vor dem Abschluss ihres Studiums. Doch was hat sie damals bewegt ein berufsbegleitendes Studium im Bereich Kunststofftechnik zu absolvieren und welche Studieninhalte waren für den beruflichen Alltag besonders hilfreich? Wir haben nachgefragt bei Robert Kirste. Er ist bereits als Vertriebs-Ingenieur bei der KST Kunststoff Technik Schmölln erfolgreich und hat parallel sein Studium absolviert.

Herr Kirste, Sie haben sich 2012 für das berufsbegleitende Masterstudium "Angewandte Kunststofftechnik entschieden. Was war Ihr Antrieb?
In erster Linie ging es mir um die persönliche Weiterentwicklung, gewissermaßen unter dem Motto "Lebenslanges Lernen". Des Weiteren war mein Erststudium eher in der Richtung Allgemeiner Maschinenbau angesiedelt. Demnach fehlten mir die kunststofftechnischen Vertiefungen. Um diese Lücken zu füllen und dennoch parallel weiterhin im Beruf tätig bleiben zu können, bietet das berufsbegleitende Studium beste Möglichkeiten.

Warum haben Sie sich für ein Studium an der Fachhochschule Schmalkalden entschieden?
In den Jahren 2011 und 2012 habe ich, vor allem im Internet, intensiv nach geeigneten Weiterbildungsangeboten gesucht. Speziell für die Kunststofftechnik gab es neben der FH Schmalkalden nur noch eine weitere Hochschule, die etwas Vergleichbares anbot.

Wie haben Sie das organisiert: Vollzeit-Job mit verantwortungsvollen Aufgaben, Familie und ein berufsbegleitendes Studium?
Das ist ein großer Pluspunkt der Studienorganisation des Masterstudiengangs an der FH Schmalkalden: Die Studieninhalte werden in gut aufbereiteten Skripten vermittelt, die in den regelmäßigen Präsenzphasen vertieft und gefestigt werden. Besonders vorteilhaft für die Vereinbarkeit mit Beruf und Privatleben ist es dabei, dass es pro Semester nur 2 bis 3 Präsenzphasen gibt, die dann jeweils über einige Tage laufen. Für mich war das ein wichtiger Punkt. Andere Hochschulen regeln das teilweise so, dass man beispielsweise jede Woche von Freitag bis Sonntag vor Ort sein muss. Das wäre für mich nicht praktikabel.

Welche Studieninhalte fanden Sie besonders interessant?
Da ich im Unternehmen im Bereich Projektmanagement und Technischer Vertrieb tätig bin, waren für mich besonders die Themen Kunststoff-Chemie, Kunststoffverarbeitung, Werkzeugkonstruktion, aber auch das Projektmanagement sehr interessant. Oft kommt es nämlich schon in den ersten Gesprächen mit Kunden und Interessenten darauf an, fundierte Aussagen bezüglich Materialauswahl, Werkzeugkonzept oder Umsetzbarkeit des Projekts treffen zu können. Hier haben mich die Studieninhalte auf jeden Fall weitergebracht.

Können Sie also das berufsbegleitende Masterstudium "Angewandte Kunststofftechnik (M.Eng.)" weiterempfehlen?
Absolut! Laborausstattung, Dozenten, Lehrbriefe, die Betreuung - das Paket passt.

Welchen Rat würden Sie angehenden Studierenden geben?
Vielleicht, dass man diese intensive Studienzeit durchaus auch mal dafür nutzen sollte, die Bücher beiseite zu legen. Bei uns hat es sich so eingebürgert, dass wir mindestens einmal pro Präsenzphase als Gruppe etwas unternehmen. Dafür gibt es in der Umgebung ja vielfältige Möglichkeiten, zumal uns das Zentrum für Weiterbildung auch immer gut unterstützt und zum Beispiel Ausflüge organisiert.

Vielen Dank für das Interview.

Weitere Informationen zum Studium finden Interessierte unter http://www.fh-schmalkalden.de/Kunststofftechnik_MEng.html.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Kunststofftechnik

55 Jahre in der K-Branche unterwegs

Vom Ersatz über die Alternative zum High-tech Werkstoff. Die Anfänge der Kunststofftechnik liegen – je nach Definition rund 150 Jahre – zurück: Ein relevantes Datum ist das Jahr 1868, in dem Celluloid als erster thermoplastischer Werkstoff...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Werkzeug- und Formenbau

25 Jahre Ferratec

Seit der Gründung im Jahr 1989 hat sich Ferratec vom Drei-Mann Betrieb zu einem stetig wachsenden Mittelständler entwickelt. Kundengruppen und Produktsortiment haben sich in den 25 Jahren des Bestehens mehrfach geändert. Heute kommen die Kunden vor...

mehr...