Böllhoff erprobt neue Wege

Mit Inhouse-Schulung zu mehr Effektivität

In einem individuell auf die Bedarfe der eigenen gewerblichen Mitarbeiter zugeschnittenen Programm hat das Unternehmen Böllhoff die Weiterbildung und Qualifizierung gewerblicher Mitarbeiter im eigenen Haus organisiert. Partner dafür ist das SKZ.

Praxisbezogene Weiterbildung direkt vor Ort!, an Maschinen, mit denen sie täglich arbeiten. (Bilder: SKZ)

Böllhoff ist ein international arbeitender Anbieter von Verbindungs-, Montage- und Systemtechnik sowie von Dienstleistungen. Im Bereich Spritzgießen arbeitet das Unternehmen mit dem Leitrechnersystem von Arburg, das die Produktionsdaten aller Maschinen aktuell aufzeigt. Immer wieder auftretende Prozessschwankungen an Spritzgießmaschinen sollten verringert oder ganz behoben werden. Ziel war es, die Mitarbeiter so zu schulen, dass eventuell auftretende Fehlermeldungen methodisch und systematisch bearbeitet werden, um Stillstandzeiten zu reduzieren und die Effizienz zu steigern.

Der Leiter des Bereichs Spritzgussfertigung bei Böllhoff, Nikita Kroll, konkretisiert: „Es ist uns wichtig, dass sich unsere Mitarbeiter direkt mit den hergestellten Produkten identifizieren. Das Trouble-Shooting sollte daher auch ganz praktisch in kleinen Gruppen an den ihnen bekannten Maschinen stattfinden. Die Schulung hatte das Ziel, das systematische Vorgehen und ganzheitliche Betrachten der Prozesse zu verstärken. Wir wollten erreichen, dass Probleme insgesamt besser analysiert werden, um sie dauerhaft zu beseitigen“, erklärt Nikita Kroll die Grundidee.

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Praktische Inhouse-Schulungen sind typischerweise etwas aufwendiger in der Umsetzung – allerdings bieten sie für das betreffende Unternehmen auch viele Vorzüge. Ein besondere Vorteil liegt darin, dass sich wir uns ganz individuell sowohl auf die Mitarbeiter, als auch auf ihre ganz persönlichen fachlichen Fragen einstellen können – direkt vor Ort, am eigenen Arbeitsplatz und an der vertrauten Maschine.

Begonnen wurde die Schulung mit einem Theorieteil zu den Themen Spritzgießzyklus, Spritzgießfehler, 4M Methode, Messgrafiken und methodische Vorgehensweise. Gemeinsam mit dem SKZ Trainer wurden die Maschinen mit Prozessschwankungen anschließend genau definiert und dann methodisch optimiert. Es stellte sich schnell heraus, dass der Hauptansatzpunkt zur Prozessoptimierung die Messgrafiken sind. Einen Prozess ganzheitlich zu betrachten ist wichtig, um Fehlerquellen benennen zu können. Allerdings sollte der Mitarbeiter in der Lage sein, sich aus Zeitgründen auf bestimmte Fehler zu fokussieren, um schnell zum Ziel zu kommen. Dabei helfen die Messgrafiken, die beispielsweise Druckverläufe, Geschwindigkeits- und Kraftverlauf zeigen.

„Ich habe in den zwei Tagen gelernt, viel systematischer an die Fehlerbehebung heranzugehen. Das Lesen und Bewerten der Messgrafiken und das Arbeiten mit den Kurven wird dadurch jetzt immer mehr zur Routine, sodass die Fehlerquellen deutlich schneller wahrgenommen werden und die Maschinen insgesamt besser laufen“, fasst Böllhoff Mitarbeiter Necati Pamuk die Ergebnisse der Inhouse-Schulung zusammen. „Dadurch, dass der Trainer so praxisbezogen geschult hat, habe ich sehr schnell gelernt“, ergänzt er und Nikita Kroll fügt abschließend hinzu: „Wir konnten erreichen, dass unsere Prozesse jetzt reibungsärmer laufen, die Durchlaufzeiten verkürzt wurden und die Produktion insgesamt viel ruhiger läuft.“

K 2016, Halle 10, Stand H15

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